Mittwoch, 12. Dezember 2012

Weihnachtswünsche Part 2 (wo die Yen's denn hin sind)





2 Dinge veranlassen mich zu diesem Update des Update's.
Ja, was haben wir denn da ;-) - den ersten kleinen Wash out beim Gold (auch Silber), bei gleichzeitig steigendem AUDJPY, ja leck mich doch am ..... :-)

Und wieder pumpt die Bank of Japan - Ben und Mario labern und Tokio liefert!

1695 beim Gold heute Nacht sollten bei den meisten die ersten (weiteren) Longs ausgelöst haben, viel tiefer geht's nicht mehr.


Der 2. und eigentliche Grund für dieses Update des Update's ist allerdings, das ich auf eine wichtige Tatsache hinweisen möchte, die wir am 22.11. angesprochen hatten.
Wo denn all die neu geschaffenden Yens hingehen werden, insbesondere jene, die direkt in Euro getauscht wurden.

Muß sich jeder Grundschüler ja nur mal den DAX anschauen.
Auch einer der Gründe warum wir Kollegen die letzten Wochen vor Dax shorts immer wieder gewarnt hatten - auch wenn die europäische Wirtschaft aktuell realwirtschaftlich in die Depression rutscht.


Ungeachtet dessen gibt es dennoch Typen die faseln in ihren Blogs und Börsenbriefen was von Sentiment und ob "Stimmung" - welche Stimmung denn?, denn besser sei als - ja was denn? - und ob institutionelle Anleger nun dies oder das machen ....

Hallo, Mc Fly - jemand zuhause?

Ja was glauben diese Typen denn wo all die frischen Yens, die sofort in Euro getauscht werden wohl hingehen?
Eierbecher von WMF kaufen?

Klar werden einige geparkt, wie im Podcast beschrieben um sie später in USD zu tauschen, aber eben nicht zu 1.29, sondern lieber zu 1.31 oder 1.35 - und klar wandern auch einige in die gerade vom deutschen Steuerzahler bezahlten, via Proxy über Athen, zum Schnäppchenpreis erhältlichen Uzo-Anleihen, welche mit 100% Rendite wenige Tage später wieder abgeladen werden konnten -  
das Kapital (die gleichen Euros aus Yen geboren) ist dann übrigens bereits wieder frei !!

Mein Gott was rauchen diese Typen eigentlich?

Langsam wundert es mich nicht mehr, das die meisten dieser Vermögens"verwalter" seit 2008 größtenteils effektiv Verluste einfahren und mit ihrer Perfomence nichtmal die Indices schlagen - geschweige denn die Inflation, von realer Rendite wollen wir schon gar nicht sprechen.

Diese Yens die die letzten Wochen in den Dax geflossen sind, weilen dort mit Sicherheit nicht zur langfristigen Anlage .... aber Zitronenfalter falten ja auch Zitronen .... sondern wandern bestenfalls in Bunds, aller Wahrscheinlichkeit nach allerdings größtenteils in USD 
(wo man mit ihnen - wieder -  was anfangen kann).



Gold Update (All-in in Sichtweite)

Nachdem Ben heute quasi ein QE - Unendlich hat durchscheinen lassen, mal ganz davon abgesehen das er wieder einen oberpeinlichen Auftritt hingelegt hat und sich mit Volkskammermäßig ausgesuchten Schreiberlingen durch die Fragerunde stotterte, haben wir die Weichenstellung.

Ungeachtet der Tatsache, das er in einem Zwischensatz daraufhin wies, daß man
"die Kanne nicht ewig die Straße runterstoßen könne ...." oha, hab Obacht dachten wir da ...
gibt es auf das kurze und mittelfristige Fenster nur eines: drucken, drucken, drucken.


Sämtliche Assets und Währungen haben auch reagiert, wie schon die letzten Tage wo fleißig die Gerüchte gekauft wurden, nur der eigentliche Gegner des Fiat - Gold - hielt sich zurück und wurde direkt unter heftigem Gezappel an der wichtigen Marke 1722 ausgebremst.


Warum gefällt uns dies eigentlich außerordentlich gut?
Weil's jetzt zur Sache geht.

Wenn sie jetzt den dünnen Globex Handel, denn die Comex war zum Zeitpunkt der Verkündung ja schon geschlossen, dazu benutzen einen letzten Wash-out zu starten, dann wäre dies ein klassisches All-in.

Ich weiss im Trading sagt man sowas nicht, aber die die uns kennen, wissen wir es gemeint ist. ;-)
Natürlich sichert man sich mit Hedges ab.
Zwei davon sind USDCHF long bei 0.9247 und USDX long 79.97.

Hier das Gold im H4.


Das Pivot stützt erstmal gut und die Spike's heute sind ebenfalls sehr schön zu sehen. :-)
Wir gehen davon aus, er mag die 1700 und viel tiefer runter darf es nicht gehen, denn sonst muß die Tage drauf in London mit echten Barren bezahlt werden.

Hier der Tageschart.


Der 200er stellt schon offen ersichtlich eine richtig heftige Unterstützung dar.
Und den, vor diesem Umfeld welches heute faktisch geschaffen wurde, nachhaltig zu knacken, erachten wir als ein Ding der Unmöglichkeit.

Die große aufsteigende TL läuft mittlerweile bei 1665 rein - und je länger es dauert, desto höher kommt sie ...

Investiert sein sollte sowieso schon jeder.
Sollte es jedoch im dünnen Globex Handel heute Nacht oder die nächsten Tage zu einem Wash-out in Richtung 1690, 1680 oder gar 1670 kommen, ist dies ein All-in Level mit faktisch Null Risiko auf der Unterseite.


Euro-Gold hat seinen Wash-out letzte Woche schon hinter sich gebracht und sitzt fest über der 1300
und unabhängig davon das wir mittel,- und langfristig von einem steigenden USD ausgehen, heißt es aktuell erstmal: Gebt GAS Jung's! ;-)

Das der Aussie die ganze All-in Aktion beim Gold finanziert braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden. :-)


PS: Achso, einen kleinen "Zock" gönnen wir uns ;-)
EURJPY short 108.82 - denn da ist viiiiiiiel Platz nach unten ....

Montag, 10. Dezember 2012

Wirtschaft ohne Wachstum ...(Zins und Zinseszins)

Heute mal ein ganz außergewöhnlicher Blogbeitrag, der fast nichts mit Charts zu tun hat, aber dennoch sehr tief eingreift in das was wir tun und wofür sich unsere Leser interessieren.


Es gab eine Podiumsdiskussion, aufgezeichnet von Julia Jentsch, der rasenden Reporterin, in Freiburg zum Thema "Wirtschaft ohne Wachstum".
Wenn wir die 2 Stunden nicht für lohnenswert halten würden, hätten wir sie nicht verlinkt. ;-)

1. Teil: es lohnt sich dies vollständig anzuschauen, aber ab Minute 70 wird's (durch Dirk Müller) richtig lustig.


Im 2. Teil geht er ab der 48. Minute richtig ab, zu einem ganz wichtigen Thema.


Und dieses hat ganz direkt etwas mit den Finanzmärkten und damit auch mit dem Trading zu tun.


Lassen wir die Thematik der vielen Hilfskommunisten (die alle liebend gerne einen idealen Menschen im Reagenzglas züchten wollen würden) auf dem Podium und im Publikum mal außen vor.
Wie unsere Meinung über das Gros der, nicht nur Freiburger Studenten, die auf unsere Kosten Gras rauchen und "studieren" können, ohne sich am Markt (Arbeits,- Lebensmarkt) beweisen zu müssen, ist dürfte klar sein.

Gut und wichtig finden wir jedoch den Ansatz von Frau Prof. Kennedy, die wahrscheinlich libertärer ist, als sie selber von sich meint: Laßt doch den Markt entscheiden, was und welches Geld er haben will.

Und in diesem Bezug leistet sie einen sehr wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft und wenn sie auf diesem Weg eine Menge von diesen wirren Freigeldanhängern einfangen kann - gut! :-)

Ganz wichtig in dem Zusammenhang ist für uns jedoch rauszukehren, was in der Kürze eines Blogeintrags nicht komplett wieder ggb. werden kann, das die Verfeufelung des Zinses die aller gefährlichste Ideologie der letzten Jahre und der aktuellen Situation ist.

Der Zins ist der Preis des Geldes, das ist keine Binsenweisheit, sondern Fakt, die sich jeder bis ins letzte Detail durchdenken sollte.
Genauer darauf eingegangen bin ich in einem Interview auf der Metallwoche mit Robert Kreuz.

http://www.metallwoche.de/gold-62000-silber-auf-dem-mond-und-niemand-wird-spass-haben/

Und auch der Zinseszins ist kein Problem, denn Zinseszins ist nichts anderes als wiederveranlagte Einnahme, die höher ist als die konsumtive Ausgabe des Zinsbeziehers.

Zinseszins in einem Vollgeldsystem, ob mit oder ohne Metalldeckung, stellt überhaupt kein Problem dar, weil ich nur das wieder veranlagen kann, was ich aus meinen Unternehmensgewinnbeteiligungen (und nichts anderes ist der Zins an sich in seiner ursprünglichen Form), abzüglich meiner konsumtiven Kosten übrig habe.

Details in Krügerrändern beschrieben, siehe Interview.

Problematisch wird der Zins und auch der Zinseszins nur in einem Schuldgeld (Fiatgeld) System.
Das ist der Punkt den auch die meisten Frei/Regiogeld-Anhänger nicht begreifen können oder wollen.

Ebenso wie jedwede Form der sozialistisch/kommunistischen Geld - Umlauf"Sicherung" immer dafür sorgt das das gute Geld aus dem Kreislauf verschwindet und gehortet (gespart) wird.
Dazu gehört allerdings auch das grundsätzliche Verständnis dafür was Geld eigentlich ist, was in diesem Post aber zu weit führen würde und an anderer Stelle ausführlich behandelt wurde.

"Andreas Popp Demokratie und Staat als eine Ursache der Verwerfungen"



Dirk Müller ging in obiger Diskussion, unbewußt oder wohl eher bewußt ;-), mehrfach auch auf diese Thematik ein, welches Volker Pispers vor einigen Jahren mal treffend zitierte aus der Bismarkzeit:
"vox populi vox rindvieh"

Im Gegensatz zu den intellektuellen "Überfliegern" und Besser/Gutmenschen, halten wir es da eher mit Dirk Müller und sagen ganz klar: "Der normale Mensch kann und will sich mit diesen Themen nicht auseinander setzen und es ist auch gar nicht seine Aufgabe und seine Pflicht. Laß doch den Markt einfach entscheiden. - Und das tut der Markt übrigens auch!"

Und wenn der Markt (die meisten Marktteilnehmer) sich entscheidet ein System der Mangelwirtschaft und Gängelung (Sozialismus) durch unfähige Bürokraten haben zu wollen, dann ist dies die Entscheidung des Marktes - und dies geht solange gut (da kommen wir wieder zum obigen 2. Teil und Dirk Müller zurück), bis die Masse der Marktteilnehmer (Menschen/Wähler) entscheidet: jetzt ist genug!

Ich bin übrigens der Überzeugung auch das läßt sich mit Fibo-Leveln abbilden, :-)
denn wenn Gesetze universell sind, dann gelten sie auch universell, d.h überall und in allen Bereichen.


Zum Abschluß möchte ich es nicht versäumen allen Lesern, auch grade denen die den Frei/Regiogeldern emotional noch anhängig sind, ebenso wie jenen, die meinen ein Goldstandard wäre das Maß aller Dinge, den Urvater der Österreichischen Nationalökonomie und Lehrmeister von von Mises und Hayek, Carl Menger ans Herz zu legen.

http://www.amazon.de/Grunds%C3%A4tze-Der-Volkswirthschaftslehre-Carl-Menger/dp/1146357397/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1355198437&sr=8-1


Und wenn du tradest: der Spread für deinen letzten Trade war höchstwahrscheinlich höher, als der Preis für dieses Buch ...

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Weihnachtswünsche :-)

Angeregt durch die aktuelle Mittwochsausgabe der Metallwoche
http://www.metallwoche.de/metallwoche-am-mittwoch-nicht-auszuhalten-gold-und-silber-munter-runter/#comment-8796
mit einem 2-minütigen Schluß von Michael, der es sowas von in sich hat(!)
und der entstandenen Traumsituation beim Euro-Gold unter 1300, entsteht dieses Posting, in dem ich ganz privat unsere speziellen "Weihnachtswünsche" ;-) aufzeigen möchte, die höchstwahrscheinlich aber nicht mehr vollumfänglich in Erfüllung gehen werden. :-(

Euro-Gold bei 1293 ist ein Top Einstiegsmöglichkeit - von physischem will ich hierbei gar nicht sprechen, denn die 1280 wird halten und die 1250 sehen wir wohl nie wieder.


Vielmehr will ich auf meinen Liebling zu sprechen kommen und damit eindeutig darlege, wie wir die Situation einschätzen.


Ranlaufen an die obere Trendlinie, das pumpen der BoJ scheint ja noch nicht beendet zu sein.

Danach kommt hoffentlich der Rücksetzer - das ist unser Weihnachtswunsch an den alten Mann mit weißen Bart, der auf der Gegenseite von Neuschwabenland leben soll. ;-)

Konkretisiert zeigt dieser Chart, welches unsere Zukaufszone darstellt - wahrscheinlich die letzte Chance für die nächsten Jahrzehnte in dieses Pair auf diesem Niveau einsteigen zu können, für die die noch nicht mit dabei sind.


Von der Traumvorstellung nochmal bei 80+ nachkaufen zu können, haben wir uns schon verabschiedet und ein erneuter Retest des 200er bei 82+ stellt wohl das höchste der Gefühle dar, das man sich wünschen kann.
Die Region stellt für uns ein klassisches All-In dar.
(Deflationärer Schock außen vor - für den gibt es den Yen-Future und den USDX)


Das der AUDUSD herbei eine ganz andere Rolle spielt, steht dabei nicht zur Debatte.


Ebenso wie die potentielle 99% Korrektur des EURAUD.



Zum Abschluß dazu noch einen Cartoon - von hartgeld.com entnommen, damals haben die Cartoonisten noch keine Signatur raufgesetzt, daher wissen wir nicht von wem er ist, aber er drückt perfekt aus, was mit unserem Posting und auch unzähligen Metallwochen gemeint ist:

Möchtest Du ein wertvolles Asset lieber billig oder teuer einkaufen?



Na, dann machs auch - und renn nicht wie ein Schaf den Kursen hinterher .... ;-)


Mittwoch, 28. November 2012

Gold - war was? ... USDX und so ...

Es gibt Tage da "muß" (müßte) man was schreiben und Tage, da will man was schreiben.
Der heutige gehört eindeutig zur letzteren Kategorie. ;-)

Vor 2 Tagen wollte ich schon einen Post verfassen, mit dem Titel
"USDX kommt in den (Nach)Kaufbereich", private Dinge hielten mich allerdings davon ab.

Allerdings ist die Messe noch nicht gesungen und daher den Chart jetzt nachgeschoben. :-)


Ich kenne sie alle, die Meinungen zum USD (naja zumindestens die publizierten) ;-).
Ich kenne auch das Gold-Getöse, das marktschreierische Gold 2000 .... und es kann ja jetzt nur noch nach oben gehen.
Inflate or die ..... usw usf ....

Vergeßt dieses ganze Geschreie, ob nach oben oder nach unten, denkt für Euch selbst und haltet Euch an das was die Fakten und die Charts sagen.

Sind wir bullisch für Gold?
Natürlich, denn solange die Zentralbanken der Welt ihre Geldpolitik wie gehabt weiterhin betreiben, ist dies bullisch für Gold und die Regionen in den wir uns aktuell befinden, auch und gerade nach solchen "Roll-over-Attacken" wie heute, sind starke Nachkaufgelegenheiten.

Uppps, Moment mal hör ich einige sagen: du schriebst doch eben grad oben für den USDX bullisch und als Nachkaufgelegenheit.
Ja und, sage ich da nur, schließt sich das aus?
Wer das immer noch nicht begriffen hat, sollte tunlichst die Finger von Hebelprodukten in EM's und Währungen lassen.

Für uns gibt es folgende Eckdaten, auch aufbauend auf Dingen die wir vor Wochen und Monaten schon geschrieben haben, denn am großen Bild hat sich nichts geändert.

Die harten Marken für Gold sind die 1800, die sie mit allen Mitteln in 2012 versuchen werden zu verhindern. (Als Schlußkurs)
Siehe hierzu auch der Podcast vom 25.11.2012

Sowie die 1650 unten, die wir wohl nicht mehr erreichen werden. Vielleicht in nem Spike zwischen den Jahren, das mögen sie ja. ;-)

Wer also die jetzigen Kurse als Nachkaufkurse, mit Luft bis 1600 läßt und/oder mit dem USDX als Hedge dagegen hält, baut sich die ideale Grundlage für den kommenden großflächigen Anstieg auf.


Es gibt für uns beim Gold eine ganz klare Strategie - in zig Postings und vielen Podcasts auch ausführlich dargelegt, daher hier nur die Kurzform.

Gold marschiert immer mit der Geldmenge M0/M1 (nicht mehr und nicht weniger), Übertreibungsphasen wie Herbst 2011 oder Herbst 2008 ausgenommen und sind Teil des ein,- und ausatmens der Märkte.
Die Geldmenge M0/M1 hat sich dieses Jahr (Jahr ist ja noch nicht zuende) um 10-11% erhöht.

Wenn ich also den Schlußkurs 2011 nehme ($1562, oder auch $1522 am 27.12.) und 10% dazu nehme, lande ich bei $1718, bzw. $1674. (Globex Spikes außen vor)
Das ist der Boden.

"Ich" kann also völlig beruhigt nach/zukaufen, eine 15 vorne werden wir nie wieder sehen.

Das wir (alle) so eine "Aktion Weihnachtswunsch" von den Jungs nochmal zur Verfügung gestellt bekommen, sollten wir dankbar annehmen und uns freuen. ;-)
Die Leute mit den Kipplastern in London machen das auch. ;-)


Das hat allerdings alles nichts mit dem bullischen USD Index zu tun, denn der spielt "nur" die Weltreservewährung innerhalb des Fiat-Systems gegen seine Ableger innerhalb des Fiat-Systems und da sieht es zunehmend düster aus.

Braves abarbeiten des 61,8% Retracements, braves anditschen an der aufsteigenden Trendlinie, ein nochmaliger Retest bei ca. 79.50 nicht ausgeschlossen - könnte u.a. durch nen Rücksetzer beim USDJPY in den 80-81er Bereich und dem EURUSD Test der 1.3050 erfolgen.

AUDUSD (ist zwar (noch) nicht im Index) dünne Luft um die 1.05+- paßt dazu ebenso ins Bild.
Pfund und Franken will ich hierbei gar nicht erwähnen, denn das sieht ein Blinder mit nem Krückstock.

Genau deswegen haben wir immer wieder gesagt (und geschrieben), die Inflationierung kommt wenn dann aus Tokio, da es aus Frankfurt und NY nicht geht, ohne das ihnen der Anti-Dollar (Gold) + Gepäck nach oben weg fliegt.


Sie sind schon ziemlich clever diese Zentralbanker und sie beherrschen ihr Handwerk (Fiat-Managment) ziemlich gut - auch wenn Euch/uns viele Blogs und Medien was anderes erzählen wollen.


Zum Abschluß möchte ich noch ein Video einbinden, welches die beiden, in unseren Augen, coolsten Typen der deutschsprachigen Finanzblogger-Szene zeigt. ;-)

 




Donnerstag, 22. November 2012

Wenn japanische Vulkane japanische Yen spucken…

Besser als Frank Meyer es getitelt hat, hätte ich es auch nicht können. :-)
http://www.metallwoche.de/volker-carus-wenn-japanische-vulkane-japanische-yen-spucken/

Da sind sie, die frischen Yen's - monatelang (eigentlich schon seit 2011) darauf gewartet, immer step-by-step in den Markt gegeben, vorsichtig und bedacht wie das kluge Menschen eben tun - und nicht mit typischer ..... Brachialgewalt, ist nun die endgültige Trendwende eingeläutet.

Jedem der diesen Blog kennt, brauche ich die Charts nicht zu zeigen, denn jeder dürfte sie mittlerweile auswendig herbeten können - und dies ist eben auch (und ja, das verabsäumen auch immer viele Kenner des Marktes) eine laaaaaaangfristige Geschichte.

Trends an den Devisenmärkten bauen sich laaaaaagsam auf und ab, von kurzfristigen ZB-Eingriffen  die oftmals jedoch nicht nachhaltig sind, mal abgesehen.


Die Böden bei USDJPY und AUDJPY sind jetzt drin!
Rücksetzer die nächsten Wochen, sind nichts weiter als Kaufgelegenheiten.
Beide fangen mit 80 vorne an. :-)
Wer noch nicht mit dabei war/ist, braucht nicht in Panik zu verfallen, es wird genügend (für manchen Nerven aufreibende) Rücksetzer geben. :-)

EURJPY ist ein Spezialfall.
Hier traden wir bekanntlich nie long, da die latente Gefahr eines Eurocrash, wenn auch derzeit abgemildert, immer im Raum steht, selbst wenn sich diesen kein normal denkender Mensch wünschen dürfte.

Eine Sache hatte ich in der Metallwoche mit thematisiert, das ich "mich fragte" das ich gespannt bin, wo all die frischen Yen's, welche in Euro getauscht wurden, denn wohl demnächst auftauchen werden, denn bekanntlich kann man mit Euros ja nicht allzuviel anfangen.
Diese schlichte und simple Tatsache ist im übrigen etwas, das selbst langjährigen Börsenhändlern, schlicht und einfach nicht klar ist, obwohl sie so logisch ist, das sie jedes Kind mit Hausverstand nachvollziehen kann.

Ein Kollege sagte witzigerweise: zu Weihnachten DAX 8000 und Kurzarbeit in Deutschland. :-)
Viel mehr sinnvolles gibt es in Euroland nicht zu kaufen, außer vom funktionierenden ESM auszugehen und die Gelder in spanische, französische oder italienische zu stecken - nur das kann "ich" ohne Währungsrisiko, mit etwas mehr Zinskosten auch via EZB tun - fällt also aus.

Ich gehe also davon aus, das der Euro nur als Proxy genutzt wird und die in Euro getauschten Gelder, nicht dafür da sind um diese in Euroland anzulegen/investieren, sondern demnächst in kaufrelevante Währungen umgetauscht werden (und soviel gibt es davon ja nicht), ;-) was bedeutet das es demnächst beim EURUSD ziemlich ungemütlich werden dürfte.

Ab welchem Niveau? - kA - sie liegen erstmal da rum und warten darauf investiert zu werden und selbstverständlich ist jeder (der nicht ZB heißt) daran interessiert soviel wie möglich USD für die Euros zu bekommen - immer natürlich mit Gefahr im Nacken das "ihm" die Assets die "er" dafür kaufen will, bis dahin im Preis (in USD) weggerannt sind.
D.h. wir werden nicht allzulange warten müssen und ab 1.30 werden die ersten anfangen USD für Euros zu kaufen.

Ähnliches gilt m.E. auch, in abgeschwächter Form für den Aussie, wobei ich hierbei die Proxy-Wirkung beileibe nicht so extrem sehe, denn darauf zu spekulieren, für seine Aussie's noch viel mehr als 1.05 USD zu bekommen ist (vorerst/kurzfristig) schon sehr ambitioniert.
Daher ist dies m.E. von untergeordneter Rolle und der Großteil dieser Gelder wird wohl nachwievor in Anleihen gehen, denn trotz rate cutes durch die RBA, bleiben "känguru"-Anleihen immer noch die erste Wahl im jetzigen Finanzsystem.


Aus diesem Grund sehen wir sehr wohl ein erhebliches Rückschlagspotential für den AUDUSD (siehe vorherigen Post), jedoch kaum welches für den AUDJPY.

Wichtig hierbei auch wieder, die Geldströme zu verstehen.
Ich verweise nochmal auf diesen Grundsatz Podcast:
http://www.metallwoche.de/volker-carus-geld-sucht-zins-aber-wo/

.... und warum das Rückschlagspotential beim AUDJPY sehr begrenzt ist, selbst bei einem kompletten absaufen sämtlicher überteuerter Aktien (NASDAG, DOW, SP500, DAX - von dem ganzen anderen illiquiden Schrott wollen wir gar nicht sprechen), welches auch kurzzeitig den AUDUSD mit in dieTiefe reißen würde.


Damit der AUDJPY absäuft (den gibt es nicht als Future - in einem vorherigen Posting schonmal genau erklärt, Futures werden immer gegen USD gehandelt), müssen Anleger Aussie Investments auflösen und Schulden in Yen tilgen, also Aussies in Yen tauschen - ob freiwillig oder unter Druck.
Die Haupt-Carrytrade-Währung ist jedoch seit 2008 der USD, nicht mehr der YEN (auch noch, aber seit 4 Jahren extrem abnehmend).
Dies dürfte jedoch mittlerweile fast vollständig abgewickelt sein.
Siehe hierzu Podcast:
http://www.metallwoche.de/volker-carus-wenn-japanische-vulkane-japanische-yen-spucken/


High Education:
Das bedeutet im Klartext, alle frischen Yen's die in AUD getauscht wurden, sind (größtenteils, natürlich nicht alle) für langfristige Anlagen in Anleihen (oder spezielle Bergbauprojekte) ausgegeben worden (oder werden noch) und zum ganz kleinen Teil als Proxy in Richtung USD, aber es besteht kaum größeres Rücktauschpotential (Bedarf) von AUD in Yen.
Und dieser simple Umstand, der etwas mit der speziellen Analogie der Währungsmärkte zu tun hat, welche sich vollständig unterscheidet von den Aktien,- und Rohstoffmärkten, zieht den Preisboden beim Pair AUDJPY ein.


Damit ist die Sendereihe "AUDJPY" (das Gold der FX-Märkte) beendet,
denn es ist eigentlich mittlerweile alles gesagt. :-)

Dienstag, 13. November 2012

Die Luft wird dünner ... (Aussie Update)

Alles sieht derzeit grottenschlecht aus (naja, fast alles ;-) ).
DAX, DOW und Co. hängen über der Kloschüssel, Liquidität läßt auf sich warten, die westlichen ZB's "liefern" einfach nicht, die pösen Puben die und alle haben irgendwie das Gefühl; es liegt was in der Luft.

Na dann schaun wir doch mal nach, wo das schlechte Gefühl denn herkommen kann und beginnen wir dem Dickschiff: AUDUSD


In 2008 das 79% Retracement sauber abgearbeitet. Seitdem fehlt der Retest, zumindestens der 50%,
was innerhalb des Fiat-Universums ungefähr den fairen Wert des AUDUSD darstellen würde.

Abhängig von der künftigen Zinspolitik der RBA, wird der Aussie seinen Weg nach der langen Konsolidierung oberhalb der Parität fortsetzen oder aber in folgenden Monaten brachial einbrechen - zusammen mit den oben benannten Co.'s.
Es ist davon auszugehen, das die Märkte die nächsten Wochen und Monate weitere Zinssenkungen der RBA einpreisen.
Bleiben diese aus, wird es kein halten mehr geben.


Auf jedenfall ist die 1.0455 genaustens im Auge zu behalten.

Das die (vorläufige) Rettung des Systems unser Meinung nach aus Japan kommen wird, dürfte bekannt sein und zeigt sich eindeutig in diesem Chart.
AUDJPY


Dreimal hat die 75/76 gehalten und neue Liquiditätsspritzen seitens der BoJ wird den AUDJPY nach oben ausbrechen lassen.

Hierfür spricht ebenso das große Bild des USDJPY.


Der sauber und nahezu mustergültig seine Fibo Levels abarbeitet.

Vielfach wird auch heute noch ignoriert das seit 2008 der USD den Yen als hauptsächliche Carrytrade Währung abgelöst hat, d.h. ein deflationärer Kollaps vorallem den USD in lichte Höhen treiben wird.


Welcher seitdem auch fast mustergültig seine Fibo Levels abarbeitet.


Wenn er es schafft aus dem Dreieck nach oben auszubrechen (nie vergessen, der USDX vergleicht sich nicht mit Gold/Silber, sondern immer nur mit den anderen Fiat Währungen).

Die Entscheidung fällt u.a. hier beim EURUSD. (traden wir derzeit nur mit einer kleinen Position)


Lassen wir uns überraschen, ob sie den Absturz zulassen werden und SP500 unter die 1000, DOW unter die 10.000 usw rutschen werden ....

Vieles spricht für ein rechtzeitiges auffangen, vorallem mit Liquidität aus Japan.

Hier dazu den EURJPY.

  

Wenn die 94, oder drüber hält, es also zu keinem deflationären Kollaps kommt, ist der Weg für die vorläufige "Rettung des Systems" frei.

Vielleicht tritt aber doch vorher etwas ein, zu dem u.a. wir sagen: 
"Die DM steht schon in den Charts."

Mehr demnächst in einem Podcast "Chartplauderei".