Freitag, 7. September 2012

Versailles 3.0 abgesagt - Draghi-Mania ....

..... oder warum Donnerstag ein guter Tag für Deutschland und die Deutschen war!

Ich weiss, wir lehnen uns mit der folgenden Aussage weit aus dem Fenster und machen uns angreifbar:
Der 06. September 2012 war die Kapitulationserklärung der Angelsachsen vor dem Kanzleramt*.

(ab, auf den Hundeplatz)


Dieser Post kommt ganz ohne Chartbilder aus, denn es geht hierbei um Grundsätzlichkeiten, die nur zu "ertragen"/begreifen sind mit einer ganzen Menge an FF-Spray http://forum.metallwoche.de/images/smilies/efteft.gif
- wer nicht weiss was das ist, sollte sich schnellstens ein Abo der Metallwoche (metallwoche.de) zulegen. ;)

Wir setzen bei diesem Post auch eine grundlegende Kenntnis der Entwicklungen der letzten Monate voraus, das lesen zwischen den Zeilen, das hören von bestimmten Podcasts, das Begreifen das das was gesagt ist, nicht das was man (sie) tut.

Die Unterscheidung der Medienschlacht die seit Wochen in Dtl. bereits gegen den ESM läuft - alles "unter den Augen" unserer geliebten Führerin.
Die medialen, brutalsten Attacken die gegen das Kanzleramt international losgelassen wurden, nicht erst beginnend mit dem Speichel am 25.6.2012.

Mehrfach in verschiedensten Metallwochen angesprochen - Dinge die sind, aber so nicht sein dürfen, Unmöglichkeiten die geschaffen werden, das-lange-Bank-schieben, denn es gibt nur "Einen" der Zeit hat. ALLE anderen haben keine Zeit mehr ....



Geplant war Versailles 3.0 (Versailles 2.0 läuft schon seit 1990 - für alle die, die es noch nicht mitbekommen haben) - der ultimative Megamelkschlauch um das einzig verbliebende Eigenkapital des Systems innerhalb Europas (und auch großer Teile der westlichen Welt) abzusaugen.
Der letzte große Nachschuldner. 
(In unseren Augen gehören CH und AU im übrigen immer dazu)
das Kürzel D-A-CH, kommt nicht von ungefähr.


Und genau dieser Melkschlauch wird nicht angelegt!
Der ESM in seiner ursprünglich geplanten Form wird nicht kommen - sonst hätten sie ihn längst durchwinken können. - SIE hat es aber nicht getan.
Stattdessen läßt SIE zu, das die Springerpresse (und all die hinterher trabenden Medienhuren) seit Monaten medial gegen den ESM in Stellung geht und Jens Weidmann seine "harte" Rolle im EZB-Rat beibehalten darf. (Er ist nun wirklich kein Hardliner, sondern ein Buba-Chef von Führerins Gnaden)

Was ist nun in der Praxis passiert?
Das das System nur am Leben (vorerst am laufen) gehalten werden kann mit Inflationierung, weiss jeder der bis 3 zählen kann.
Die, die sich ein "Ende mit Schrecken" (deflationären Kollaps) wünschen, haben in unseren Augen nicht alle Tassen im Schrank.

Es gab nur 2 Versionen des (vorerst noch am Leben haltens):

1. Versailles 3.0 
(vollständiges abmelken des letzten verbliebenden solventen Schulders im System) und damit einhergehend auch die vollständige Zerstörung der wirtschaftlichen Grundlage des westlichen Wirtschaftssystems - es hilft manchmal hinter die Kulissen zu schauen und zu sehen, wo effektiv der Mehrwert des Systems geschaffen wird.
Wenn (ich) die industrielle Basis des Systems zerstöre, habe (ich) danach nichts mehr.
Der real existierende Sozialismus war nur möglich, da er fremdfinanziert war durch den Klassenfeind.

Selbst die größten und umfangreichsten Bodenschätze der Welt, die die komplette Menschheit auf Jahrhunderte mit allem versorgen hätte können, waren nicht in der Lage, dieses kranke Hirngespinst auch nur über 2 Generationen am Leben zu erhalten.

Und genau dieses "abmelken" wird nicht zugelassen.
Die EZB-Beteiligung Deutschlands und die bisherigen Target2 Salden sind Peanuts gegen das, was geplant war mit dem ESM (Versailles 3.0).
Die mögen nominal weh tun, wenn sie wirklich (falls sie es denn wirklich müssen) abgeschrieben werden müssen, aber sie bringen Deutschland nicht um!


2. Reine Inflationierung (ohne solventen Nachschuldner, sprich ohne System-Eigenkapital)
Und diesen Weg hat Super-Mario am Donnerstag beschritten und verkündet.
Auch wenn Goldman Sachs seinen Kunden "intern" noch mitgeteilt hat, das das Bundesverfassungsgericht am 12.9. den ESM absegnen wird - so intern kann es nicht sein, sonst wäre es nicht publik geworden - war dies nur eine der vielen angelsächsischen Drohungen, die massenhaft die letzten Monate Richtung Berlin losgelassen wurden.

Und genau dies haben die Märkte auch sofort antizipiert.
Mehr frisches Kredit-Geld!
NICHT mehr Eigenkapital!

Für Deutschland bedeutet dies (solange wir und wir werden die letzten sein, die aussteigen 
http://forum.metallwoche.de/images/smilies/efteft.gif) - und hierbei möchte ich das plastische Beispiel eines lieben Mitstreiters bringen:

"Stell dir ein leeres Schwimmbecken vor mit einer Tiefe von 1,80m. 
In das Schimmbecken stellst du einen, der ist 1,95m. Daneben ab 1.80m nach unten gestaffelt weitere Probanden. Und dann lässt du das Wasser ins Becken, bis zum Rand. Wer zuerst keine Luft mehr bekommt darf austreten."

..... wer wird wohl eher absaufen an dem inflationierten Euro, der im Wechselkurs zum USD (und/oder Gold) - (Rohstoffen und Vorprodukten - siehe Podcasts dazu) immer weniger kaufen kann?


Nebenbei möchte ich erwähnen (einfach nur fürs grundsätzliche Verständnis, weil dies vielen auch rein aus der geschichtlichen Betrachtung oftmals nicht klar und bewußt ist); das Forderungen die aufgebaut wurden, ob über die Handelsbilanz oder aus naher Vergangenheit via Target2, auch wenn der Schuldner faktische Insolvenz anmeldet, immer noch gültige Forderungen sind!
Auch wenn sie (aktuell) nicht eingetrieben werden können.

Diese Forderungen sind auch in 100 Jahren noch gültig, selbst wenn es nur moralisch ist, weil man zwischenzeitlich großzügig finanzielle Nachlässe gegeben hat.
Triggert es langsam im Hirn?


Bestimmte Cartoons in der englischen Presse sind zwar häßlich und böse, beschreiben aber (höchstwahrscheinlich eher ungewollt), ziemlich treffsicher die Realität.

Das brutale und perfide an der Situation ist (nur), das es keinen großangelegten Plan der "Krautz" für die Errichtung eines 4. Reiches gibt, sondern schlicht und einfach die normative Kraft des faktischen den Schuldner (und Schuldner sind sie fast alle, nicht nur die PIIGS), gegenüber dem Gläubiger an die Wand drückt.

Gib nicht mehr aus, als du einnimmst!

Und der Gläubiger, wenn er kein Gläubiger (Vermögender) aus der Substanz ist, sondern täglich neu Mehrwertschaffender, hat etwas das alle anderen nicht haben. ZEIT !




*Kanzleramt als Synonym das für alles steht, was derjenige versteht, der es verstehen kann/will.

USDJPY (Yen) Update

Eigentlich ist es ein Yen-Update, aber der Fokus liegt nunmehr auf dem USDJPY.
Die Lage spitzt sich zu.
Wer noch nicht long ist beim USDJPY für den gibt sich aktuell wohl die letzte brauchbare Möglichkeit am ungefähren Tiefpunkt einzusteigen, bevor die Inflationierung durch die BoJ richtig Formen annimmt.

Seit Jackson Hole sind die Weichen gestellt.
Draghi hat noch einen drauf gelegt, aber dazu gibt es einen extra Post, nur kommen kann die Inflationierung nur von der Bank of Japan.


Dies ist der 3. Angriff auf die 79% und die aufsteigende Trendlinie (invers der Yen-Future) bildet eine Megaunterstützung.

Die, die unseren Blog und uns kennen, wissen das wir Charts immer mit fundamentalen Daten kombinieren - und die Zeit ist jetzt reif - Zeit und Wert haben auskonsolidiert.

Bereits vor 1 Jahr schrieben wir, es bildet sich ein großer runder Boden, die Grundlage für einen Jahrzehntelangen Aufwärtstrend. (Siehe AUDJPY)

Den letzten Spike auf die Trendlinie sollte man nicht unterschätzen, die Yen-Pairs neigen dazu solche durchzuführen, d.h. SL (wenn gewünscht) sollten ein gutes Stück unter die TL gesetzt werden.




Mittwoch, 29. August 2012

Strategische Ausrichtung für den Herbst

Da ja in wenigen Tagen auch offiziell der Herbst beginnt, kann es also nicht schaden eine grundsätzliche Überlegung und Handelsstrategie für die kommenden Monate zu haben.
Selbstverständlich ist natürlich grundsätzliche Flexibilität angesagt, falls doch alles ganz anders kommen sollte. :-)

Fangen wir mit den Dickschiffen an.
Den Chart den es gar nicht gibt: Gold in Euro.


Wir gehen davon aus das Gold in Euro vor einem Ausbruch über sein altes ATH steht und nachdem Gold in Euro immer in Treppen a 200 Euro steigt (dies zumindestens bislang immer tat) und bisher die 1200 Euro erfolgreich getestet und verteidigt wurde, ist der nächste anzustrebende Boden bei 1400 Euro, mit der Handelsoberspanne bei 1600 Euro. Auch wenn sich dies aktuell velleicht als ziemlich fantastische Marke abhören sollte.

Dies kann durch zweierlei Bewegungen erreicht werden, wie schon des öfteren beschrieben.
Gold in USD stoppt bei 1750-1800 (natürlicher Widerstand) und der EURUSD führt brav noch sein 61,8% Retracement bei ca. 1,15 aus, was den USDX an die 87 ranträgt. Unser mittelfristiges Ziel, hinlänglich erläutert.

Oder im Zuge von Wyoming und danach dringt doch eine Flutung seitens der FED durch, was den USD unter Druck bringen könnte, unserer Meinung nach jedoch nicht so heftig wie viele dies annehmen und Gold über sein altes ATH von 1920 hinaus, an die 2000 oder drüber hinaus tragen würde.
Den folgenden Chart dürfte jeder kennen. Der Ausbruch aus dem Dreieck kam zwar etwas früher als erwartet, aber die Unterseite sollte erstmal gut unterstützt sein, noch dazu wo fundamental derzeit alles für steigende Goldkurse in 2012 spricht. Stopps sind nachgezogen auf 1575 und 1620.



Solange die Trendlinie des USDX hält, sehen wir aktuell keinen Grund von diesem Szenario abzuweichen.


Im Gegensatz zu vielen anderen können wir uns jedoch durchaus auch die sogenannte "Quadratur des Kreises" vorstellen und gleichzeitig steigende Goldkurse UND einen steigenden USDX vorstellen.
Der USDX schützt, wir hatten dazu schon ein Grundsatzposting verfaßt und daher "spielen" wir auch weniger mit dem EURUSD rum, sondern konzentrieren uns vorwiegend auf den USDX Future.


Unsere grundsätzliche Strategie, auf die wir uns konzentrieren, für den Herbst 2012 geht also davon aus:
- steigendes Gold (in USD und in Euro)
- steigender USDX

Nachrangig behandeln wir Silber (derzeit nicht Long im Papiermarkt), sondern kaufen evtl. allenfalls bei Rücksetzern rein. Ein Retest des Ausbruchsniveaus wäre natürlich eine hübsche Sache. ;-)

Die grundsätzlichen Positionen für USDJPY, AUDJPY, USDCAD und auch SP500 bleiben natürlich erhalten. Ob wir uns beim USDCAD umorientieren hängt vorallem von evtl. Kriegsgelüsten der Angelsachsen gegenüber dem Iran ab.
Ohne Krieg dürfte der USDCAD jedoch nachwievor enormes Aufwärtspotential haben.

EURAUD steht natürlich nachwievor wieder auf der Watchlist, wenn die 1.2150 halten sollte und am kommenden Samstag (Super-Mario spricht), sowie am 12.09.+ kein Wunder passiert.

Je nach Entscheidung in Jackson Hole und danach kommt natürlich auch der AUDUSD wieder an die Reihe, aber dies sind dann Feinjustierungen, die von den aktuellen Umständen abhängen.


Donnerstag, 23. August 2012

USD fährt jetzt in die Grütze?

Liquiditätsschwemme und QE-irgendwas sieht anders aus.

Nach den wundervollen Bewegungen der letzten Tage ist es Zeit für ein kurzes Update, denn einige bewegende Dinge haben sich ja getan - und das wo man mitten im Urlaub ist. :-)

3 gewichtige Metallwochen, 2 davon mit uns, liegen zwischen dem letzten und diesem Post, darauf gehe ich noch näher ein.

Fangen wir an mit der Headline. Hierzu der Chart.


Wir hatten uns zwar gewünscht das er schon vorher dreht, aber wir sind ja bekanntermaßen nicht bei wünsch-dir-was und alleine was wir die letzten 6 Tage gesehen haben, sind satte 150 Punkte beim USD Index nach unten.
Im Gegensatz dazu der Aussie stabil und Gold nur um lächerliche $55 nach oben.
Liquiditätsschwemme sieht anders aus.
Am großen Bild hat sich für uns somit noch rein gar nichts verändert, solange die aufsteigende Trendlinie beim USDX hält.
Passend dazu der aktuelle Widerstand beim EURUSD 1.2580 - 1.2620.

Was ein Ausbleiben eines offiziellen QE3 nächste Woche an den Märkten anrichten kann, wollen wir uns lieber nicht ausmalen. Aber lassen wir es auf uns zukommen.
Von einer Flutung der Märkte ist nichts zu sehen, sonst hätten die Aussie-Pairs ganz anders reagiert.
Ebenso sprechen die Yen-Pairs eine andere Sprache, die riechen Angst.

Was wir vielmehr sehen und dies zeichnet sich ziemlich gut am EURAUD ab, ist das das Gefasel von Zinsobergrenzen (Politbüro für Währungsfragen in Frankfurt) und indirekter Legitimation der EZB zum Anleihenaufkauf: das es ja die Aufgabe der EZB wäre den Euro stabil zu halten (selbst mit Bailouts) und damit dem Rechtsbruch einen neuen passenden Namen zu geben, seine Wirkung zeigt.


Außer das der Chart hier an einer normalen technischen Gegenreaktion arbeitet, sehen wir als fundamentalen Grund dafür hauptsächlich eines.
Fluchtkapital aus der Eurozone, das wegen der Angst vor einem Eurocrash in den USD und vorallem den AUD geflüchtet ist, kehrt jetzt in die Eurozone zurück.

Da die verbalen Äußerungen seitens Goldman Sachs-Draghi 2 Dinge klar gemacht haben (zumindestens ist dies das offizielle Ziel):

1. Höhere Zinsen bei den Südstaaten+Frankreich werden wir nicht zulassen.
2. Ein Zusammenbrechen des Euro (Eurokollaps) werden wir, zumindestens nominal, jedoch auch nicht (zumindestens jetzt noch nicht) zulassen.

Damit sind weiterhin, für Pensionsfonds und Versicherungen, nominal sichere Zinsgewinne
innerhalb der Eurozone möglich und diese können ihren Versicherten und Anlegern gegenüber, derzeit weiterhin ihren nominalen Verpflichtungen nachkommen.

Ist damit der Aussie als Safe Haven passe?
Wohl nur, wenn man daran glaubt das diese ungleichen Volkwirtschaften innerhalb eines Währungszwangskorsetts jetzt realen wirtschaftlichen Aufschwung erleben werden und die USA ihr Überschuldungsproblem durch immer weiteres absenken der Zinsen am langen Ende lösen können.
Hüstel .......

Sehr zu empfehlen hierzu das heutige Interview mit Hannes Zipfel auf der Metallwoche.
Bankrott oder Zerstörung der Währung  http://www.metallwoche.de/hannes-zipfel/

Es riecht nach was - Gold hat schonmal leicht die Nase gehoben und an der großen Trendlinie geschnuppert .... (den 1680 Widerstand noch fest vor der Brust) ....


... an der sich Silber grad seinen Kopp anhaut.


Bullenfalle ja oder nein?
Das werden uns erst die COT Daten beantworten können, bzw. das Open Intrest der nächsten Tage.
Notfalls muß das Silber, als Bullenfalle, noch 1-2 Dollar weiter laufen.
Wir schließen zumindestens aus das das Silber ungebremst, ohne Rücksetzer die nächsten 7-8 Tage weiter rennt. d.h. genügend Möglichkeiten, für die, die noch nicht an Bord sind, noch mit einzusteigen.
Wir sprechen hier natürlich nicht von physischem Silber, das jeder sowieso zur Genüge an Bord haben sollte, bevor er sich mit den Papiermärkten ernsthaft beschäftigt.

Die punktgenauen Shorts beim S&P500 bei 1420 (auf FB veröffentlich) sind eindeutiger Ausdruck unserer Grundsatzhaltung zu dem Spektakel der letzten 7 Tage.


Allen Unkenrufen zum Trotz zum Abschluß natürlich noch unser obligatorischer Blick auf den AUDJPY. :-)


Hier sieht man schön die "Angst", beim USDJPY auch, aber den hat eh jeder auf dem Schirm.
Geldschwemme sieht halt anders aus.
Derzeit ist er jedoch nachwievor stabil über dem 200er.
Erst wenn der fällt, heißt es: "alle Schotten dicht machen" - gilt insbesondere auch für alles andere wo nicht USD oder Yen draufsteht und auch die Silber,- und Aktienfans können an ihm wundervoll erkennen, wohin die Reise kurz,- und mittelfristig gehen wird.

Brent hat heute schonmal über die $116 geschnuppert, unsere Oel-Longs aus 2009 laufen ja noch, aber ich weiss nicht ob ein QE3 vor der Wahl so "günstig" wäre für die Softies und Oel.
Den Loonie sind auf jedenfall schonmal short.

Sonntag, 12. August 2012

Alles Aussie, oder was? (und die Auswirkungen)

Wir wissen das die Luft charttechnisch aktuell immer dünner wird.
(Die Natur scheint ihnen in die Suppe gespuckt zu haben)


Er läuft immer weiter auf die obere Begrenzungslinie des großen Dreiecks zu, an der er aller Wahrscheinlichkeit nach erstmal abprallen wird und einen Retest, zumindestens der 1.0460 oder auch des 200er vorzunehmen.

 
Insbesondere vor der Tatsache das die nächsten 2 Wochen wohl entscheidendes innerhalb der Eurozone geschehen wird, was den Riskoff Modus aktivieren sollte.
Es kann also nicht schaden, Gewinne bei den Aussie-Pairs aktuell abzusichern.
Wir nehmen diese Absicherungen vor.

Allerdings teilen wir nicht die Meinung von (vielen), das es den Aussie massivst unter Druck bringen wird, wenn der Riskoff Modus angeschaltet wird.
Das Abwärtspotential vs. USD und Yen dürfte begrenzt sein.
Allenfalls vs. CAD sehen wir Abgaben bis 1.03, wenn die 1.0450 nicht halten sollte.

Voraussetzung für ein enormes abrutschen der Aussie-Pairs allgemein, wäre ein extremes deleveraging, was in erster Linie die Aktien,- und Rohstoffmärkte mit nach unten ziehen und zu einer weiteren Aufwertung des Yen und USDX führen würde.
2012 ist nicht mehr 2008 - diese Tatsache kann man gar nicht oft genug wiederholen.
Zum AUDJPY hatten wir vor ein paar Tagen schon etwas geschrieben, die Meinung steht unverändert.

Die Frage ist, ob sie sich dieses Risiko leisten wollen (können tun sie es, wenn sie es wollen).
Dafür sprechen würde, das wir Brent schon wieder bei $114 haben und es ist noch nichtmal Krieg (Syrien/Iran) und auf Grund der Dürren in den USA, die Preise für Weizen und Mais grade am explodieren sind.

Ein, wie auch immer geartetes QEx würde ihnen die Oel,- und vorallem Nahrungsmittelpreise, im wahrsten Sinne des Wortes wegfliegen lassen.
Da hat ihnen die "Natur" wohl in die Suppe gespuckt.

Dienstag, 7. August 2012

Gold in Aussie + AUDJPY Update

Wie in der letzten Metallwoche angekündigt, möchte ich hier auf den Goldchart in Aussie eingehen und unsere Meinung dazu mitteilen.


Er hat in unseren Augen ganz klar den Aufwärtstrend gebrochen.
Zudem dümpelt er grad an der 23,6% Fibo rum.
Ein durchbrechen könnte uns locker an die 38,2% herantragen.

Alles sieht derzeit so aus, das Halter von AUD durchaus mit Zukäufen noch etwas warten könnten.
Systemrisiko natürlich immer im Auge behaltend.

Auch grundlegend spricht in unseren Augen dafür einiges.
Denn wenn, eine wie auch immer geartete Bazooka rausgeholt wird, wird der Aussie expotentiell mehr davon profitieren gegenüber allen anderen Anlageklassen, da er mittlerweile eine Doppelfunktion beginnt auszufüllen.
Risk-On und Safe Haven Währung in einem und zusätzlich der Goldmarkt mehr "gemanagt" wird, als der AUD, da dort das Geld (wie bereits berichtet) im System bleibt.

Hierfür sprechen auch noch andere Crosscharts, auf die wir aktuell aber noch nicht näher eingehen möchten, da sich dort die Bilder gerade erst anfangen auszubilden und wir uns bei wichtigen Kerncharts gerade an wichtigen Entscheidungspunkten befinden.
Wir werden bestimmt im Laufe des August die Gelegenheit haben darauf näher einzugehen, wenn die Bilder klarer sind.

Ebenso ein ausbleiben der Bazooka's, sollte zumindestens kurzfristig Gold, wie sämtliche anderen Assets unter Druck bringen, wobei man davon ausgehen kann, das beim Gold dann ganz speziell nachgeholfen wird. ;-)
Auch in diesem Szenario würde also der Aussie stärker performen als Gold.


Ausnahme ist, vorher kochen die Schweinereien mit den Allocated Accounts hoch, allerdings scheint man dem ja schon vorbeugen zu wollen, in dem das US-Finanzministerium jetzt ein Audit der Goldbestände bei der FED NY angestoßen hat.
Damit kann man durchaus noch Zeit gewinnen bis Ende 2012 und dann könnte die 38,2% bei Aussie-Gold absolviert sein.

Andererseits bedenklich werden immer mehr die Meldungen im dt. Mainstream, siehe FAZ und Handelsblatt gestern und vorgestern. 
Das Thema echtes Gold und deutsches Gold wird Salonfähig und kommt im Mainstream an und das sicher nicht "nur" wegen der Aktion von Peter Böhringer & Co., dem ungeachtet dessen viel Respekt dafür gebührt!!

Die Zeit scheint wirklich abzulaufen!


Zum Abschluß heute, wollen wir uns noch unseren Liebling anschauen und ohne das wir das durch die rosarote Brille sehen  , sehen wir hier den derzeit stabilsten Chart von allen.
Vor einem Umfeld der drohenden "nicht-kommenden-Bazooka's" und des so sehnlichst erwartetenden Geldregens, strotzt der Chart in sich, nur so vor Kraft.


Alles sauber abgearbeitet, stabil über dem 200er, stabil über der TL, hat er zwar mit 83 einen hartnäckigen Widerstand vor der Brust, sollte er den allerdings brechen, ist der Weg frei zur 85.
Die Rücksetzer hingegen sind begrenzt auf 81.20 bis 81.50 und eignen sich vorzüglich um nochmal zuzulegen.

Natürlich ist ein durchrauschen durch die TL möglich, dann allerdings haut es alles andere vorher nach unten. Positionierungen sind bekannt.


Nachtrag zum letzten Freitag, 03.08.2012 und seinen direkten Einfluß auf den AUDJPY u.a.:
Allgemeines "Erstaunen" war zu vernehmen, was denn da "plötzlich" los war, wieso denn wie von Geisterhand alles stieg, allen voran der Kredit-gehebelte Dax und seine großen und kleinen Schwestern, nebst Oel etc. pp., nur die Edelmetalle sich kaum bewegten. (Welch "Wunder")

Wir verstehen wirklich nicht, wieso dies kaum jemand gesehen hat, denn die Bewegungen waren doch glasklar, ebenso wie deutlich sichtbar war, woher das Geld dafür kam.
Frische Liquidität der BoJ hat dies ausgelöst, eindeutig am zeitlichen Ablauf ablesbar.

Und genau dies wird auch künftig der Treiber sein für die Yen-Pairs, allen voran der AUDJPY.
Denn nur von dort kann die Bazooka kommen, von nirgends sonst!
Die nächsten Tage gehen wir genauer darauf ein.

Donnerstag, 2. August 2012

Das Damoklesschwert des 12. September ....

"Der Euro ist eine starke Währung", so sagte Goldman-Draghi vor wenigen Tagen.
"Mich zwingt Ihr nicht.", sagen wir.


So sieht das dann aus gegenüber dem USD:


Und so gegen die Kreditwährung der Welt:


Und so gegen den neuen Safe Haven:


Warum beim EURAUD keine Fibo?
Weil es keinen Referenzpunkt gibt. (siehe vorherige Posts)
Es gibt einen Trendkanal (hier nicht abgebildet) und eine Fibo-Extension (161%) an der er sich derzeit befindet, nur die Extensions sind theoretisch möglich bis 423% (das läßt der Chart leider aktuell noch nicht zu).
Es wäre also derzeit witzlos eine große Fibo anzulegen.

Wer wie wir short ist, zieht seine Stopps auf 1.19+ nach und schaut dem "Grauen" einfach zu, das sich gerade vor unseren Augen abspielt, wie eine Großwährung - in Raten - kollabiert.

Der Grund dieses Postings sind aber nicht die Chartbilder, denn die kennt ja jeder eigentlich schon und weiss auch in welche Richtung es weiter laufen muß.

Auch die Frage: "Wohin soll denn das Kapital", ist nicht das Thema, sondern wie prognostiziert steht es ja da, wo es hingeht. :-)


Was wir hier sehen sind 2 Fakten (auch wenn das so mancher auf Grund seiner "Erfahrung" noch negieren mag):

1. Die Welt bekommt sehr wohl mit, das das (außerdeutsche) mediale Trommelfeuer gegen Deutschland immer härter wird und mittlerweile schon derart unappetitlich ist, das man glatt das berühmte Bild wieder rausholen muß:

90 Jahre ist es her, aber diesmal schmeißt ihr keine Bomben mehr!

Und aus all dem regiert die nackte Panik! 
Die Panik das das Bundesverfassungsgericht das tun könnte, was es sollte und sie diesmal keine Handhabe mehr dagegen haben und sich immer mehr die Anzeichen verdichten, siehe:
das unsere geliebte Führerin, wider allen Erwartungen und Annahmen, eine Patriotin (oder auch nur clevere Opportunistin - die das Spiel über die Bande beherrscht wie kaum jemand sonst) ist.

Das ist der Tod des Euro (in seiner jetzigen Form, es steigen immer zuerst die Nettozahler aus), denn niemand bei klarem Verstand investiert in eine tote Währung.


2. Einen Punkt, der den meisten nicht wirklich bewußt ist, auch wenn viele instinktiv danach handeln.
Egal welche Bazooka Draghi rausholt und was auch immer die EZB veranstaltet, sie kann nichts weiter als DDR-Blechmark/Binnenwährung  zu produzieren, die als Valuta im außereuropäischen Bereich niemanden interessiert und die nicht nachgefragt wird.

Egal welche Trilliarden die EZB in die Märkte pumpt, das einzige das man damit anfangen kann ist heillos überschuldete und überteuerte Dax-"Optionsscheine" zu kaufen.
Für jeden werthaltigen Kauf (im größeren Stil) muß man diese "Trilliarden" erstmal umtauschen
.....

Jagen Draghis Trilliarden den Dax nominal über 10.000 Punkte? Möglich.
Genauso wie sie den Goldkurs in Euro jenseits der 1600/1800/2000 jagen werden und den Kurs des Euro (wenn nicht vorher Punkt 1 eintritt) zum USD/Yen/AUD vollständig absaufen lassen.

Die deutsche Phallanx mit nem Kurs von 80 us-cent, na viel Spaß, Peking, Tokio UND die europäischen "Partner" werden sich bedanken.


Als letztes dann noch ein Satz, zum rumgeisternden Einwand der möglichen FED-USD-Swaps, um Draghis Fantasttrilliarden aufzusaugen:
Was wird das wohl mit dem Oel, dem Kupfer, dem Gold, dem Weizen und auch den Kiwis und Familie veranstalten?

Möglich das sie diesen Weg gehen, wenn ihnen am 12.09. kein Riegel vorgeschoben wird .... und sie die Welt ins Chaos stürzen.
Bislang sieht es danach aus, das ab 12. September damit Schluss ist!


"NDMAUD" auf der Kurstafel - das hätte wenigstens Sexappeal. :-)