Montag, 20. Februar 2012

China, Japan, Griechenland, Liquidität ohne Ende? und der Rest

Im AUDJPY Spezial sind wir bereits ausführlich auf die große Trendwende bzgl. dem JPY eingegangen.
Einen wunderschönen Chart, welchen ELLI aus dem Gelben zum USDJPY eingestellt hat, möchten wir Euch jedoch nicht vorenthalten.


Ein wunderschöner Rounding Bottom.
Der USDJPY ist, wie mehrfach bereits geschrieben, für uns natürlich ebenso ein Langfrist Trade und die Longs von 76,20 und 76,69 werden wohl ewig dort stehen, haben im Gegensatz zum AUDJPY allerdings den Nachteil das sie faktisch kaum Zinsen bringen.

Longs auf den USDJPY sind noch aus einem anderen Grund Pflicht, da sie ein - aus welchem Grund auch immer - Erstarken des USD vs. All mit beinhalten. Win-Win vom feinsten.

Um sich dennoch gegen einen evtl. doch noch kommenden deflationären Schock(welcher ja auch künstlich herbei geführt werden kann) zu wappnen, bietet sich nachwievor der EURJPY als short an.
Natürlich raubt solch ein Short einiges an Performence beim AUDJPY und USDJPY, aber er sichert nach unten - für den Fall der Fälle - ab und kostet ebensowenig Zinsen, wie der USDJPY welche bringt.
Die latente Gefahr eines Eurocrashs bildet er ebenso ab, ohne große Kosten zu verursachen.

Auch wenn uns die BoJ letzte Woche in Bezug auf EURJPY etwas überrascht hat (wir haben uns zum Glück bei 102,51 ausstoppen lassen, sind wir bei 105,36 erstmal mit einer Position wieder short gegangen.
Ich weise hier nochmal eindeutig darauf hin, da die Frage des öfteren an uns heran getrage wird:
Shorts auf den EURJPY sind für uns reine Hedges für einen evtl. deflationären Kollaps und sind nie übergewichtet.
Natürlich kostet das auch Performence bei anderen Assets und Pairs - aber Sicherheit geht auch im Trading (für uns) vor Rendite.


Wenden wir uns nun noch den anderen Kandidaten zu.
"Klippe voraus" steht für uns immer noch auf der Agenda, auch wenn UND vorallem grade weil die PBoC (Peking in Panic) am letzten Samstag die Mindestreserveanforderungen gelockert hat.
Da brennt die Hütte und die Granden in Peking haben offensichtlich - wohl berechtigter Weise - einen riesigen Schiss vor einem hard-landing.

Aus diesem Grund ist der aktuelle Risk-on Modus, sowohl an den Aktienmärkten, sowie auch bei den Risk-on Währungen, allen voran Aussie und Kiwi (Euro ist ein Sonderthema), eher ein Tanz auf der Rasierklinge und weniger ein stabiler Aufwärtstrend aufgrund wirtschaftlicher Erholung.

Daher bleiben wir auch weiterhin bei den 3 Majors vs. USD grundsätzlich short, wobei auf Grund der aktuellen Entwicklung ein antesten der 1,10 beim AUDUSD und 1,35 beim EURUSD durchaus möglich ist.
AUDUSD würde dann ein schönes Doppeltop herausbilden.


Anders als sein großer Bruder, hat der Kiwi allerdings noch die 61,8er vor der Nase, weswegen wir spätestens bei 85,50 short zukaufen würden.


Bei beiden darf man nicht vergessen das die GAPs (wir spruchen dies schon mehrfach an) immer noch offen sind und als fundamentale Begründung sehen wir immer noch das evtl. anstehende hard-landing in China und/oder eine irgendwie geartete aufkeimende Unsicherheit im Euroraum, welche den USD schneller zum "Safe Haven" macht, als die FED drucken kann.

Der Loonie (USDCAD) spielt derzeit eine Sonderrolle und die wohl kommende Aufwertung des kanadischen Dollars dürfte zum großen Teil auch fundamental vorallem im wohl ausbrechenden Irankrieg begründet sein.
Wir traden dieses Pair jedoch nicht, da aus unserer Sicht der Chart hier eindeutig langfristig bullisch ist und wir Spikes in Richtung 0,94 oder 0,95, ausgelöst durch Iran, wir allenfalls für kleine Long Positionen nutzen würden.


Dieses Chartbild paßt unserer Meinung nach auch viel eher (Iran Spikes außen vor) zum anstehenden hard-landing der Weltwirtschaft, ausgehend von einem evtl. Eurokollaps oder China-Crash.


Gold und Silber sind die Zahlen bekannt, Situation unverändert, daher kommen wir gleich zum Abschluß, dem Ritt auf der Rasierklinge bei den Aktienmärkten.

A bissle was geht alleweil. Der S&P500 entscheidet jetzt (Dow und DAX gilt das gleiche) ob er an der 127% Extension anhält oder im Liquiditätsrausch, nebst medialem Trommelfeuer "alles wird gut" noch die 138er antesten geht, bevor er sich aufmacht den Retest der 1000 bis 1050 zu wagen.


Passen zur GAP Schließung des Aussie und Kiwi würde es allemal.
Dies ändert nichts an der Tatsache das wir langfristig gesehen bullisch für die Aktienmärkte sind, aber erst dann wenn die ZBs in den offenen Hyperinflationsmodus übergehen und netto mehr Kapital in die Märkte fließt als abfließt und nicht wie bisher wo durch die Druckorgien einfach nur die Abschreiber durch neue Liquidität ausgeglichen werden.

Tradingtechnisch spielen wir seit heute auf unserem Goldkonto die S&P/Gold Ratio indem wir bei 1367 den ersten Short auf den S&P500 platziert haben.

Zum Abschluß noch ein paar Worte zum EURUSD (Chart hierzu im Jahresausblick).
Nachwievor Niemandsland, Situation in Europa ungeklärt, niemand weiss wie die Märkte wirklich reagieren wenn eine, wie auch immer geartete Entscheidung bzgl. Griechenland gefallen ist, daher gilt für uns nachwievor nur eine kleine Position EURUSD short (allerdings USDX long), denn für Euro Longs gibts besseres. ;-)

AUDJPY Spezial - Long für die Ewigkeit



So, nun ist es also passiert.
Letzte Woche fiel endgültig, die von uns schon lange erwartete Entscheidung, welche Major wohl als erste in Hyperinflationsmodus wechseln wird - und oh "Wunder" es ist der YEN.

Die Charts, insbesondere aber der USDJPY kündigte dies ja schon seit langem an, wie mehrfach in 2011 von uns geschrieben und erklärt, nur wann genau konnte natürlich niemand exakt voraussagen, außer dem japanischen Finanzminister.

Wichtig hierbei: die Schwächung des Yen basierte eben NICHT auf einer konkreten Intervention der BoJ, wie Ende Oktober 2011, sondern der Bekanntgabe eines über Jahre weiterhin angelegten Kaufprogrammes der eigenen Staatsanleihen und damit einer kontinuierlichen Schwächung des Yen.

Auf Grund dieses konkreten Umstandes seit 11-2011 und der Ankündigungen und Maßnahmen der FED und der EZB in den letzten Monaten ist damit nun auch in der Praxis seitens der ZBs klar zum Ausdruck gebracht worden - einen deflationären Schock wird man nicht zulassen.
Erst durch die japanische Bekanntmachung letzten Dienstag ist diese Aussage jedoch zementiert worden, denn einer mußte den Anfang machen.
Das dennoch ein ausbuchen der Schulden in anderen Segmenten große Risiken bei den Kursen bildet, darauf kommen wir getrennt noch zu sprechen.

Der künftige Star am FX Himmel (und an den Papiermärkten allgemein) wird jedoch der AUDJPY sein und deswegen widmen wir ihm auch dieses Spezial.
Warum?

1. Der Aussie macht sich (wie bereits beschrieben - siehe auch Volkers Interviews auf metallwoche.de) auf sich als neue Safe Haven Währung zu etablieren. Der CHF ist gepegt, der JPY wird inflationiert, beim Euro ist auf Grund noch ungeklärten Machtgefüges die Zukunft immer noch unsicher und der USD ist ein Sonderthema für sich, auf das wir noch kommen werden.

Wir haben also DAS Auffangbecken für größere Mengen an Geldern im FX Universum vs. dem schwächsten aller Majors in der FX Welt.

2. Trotz der Senkung der Leitzinsen in Australien, eine weitere Zinssenkung Anfang März ist sogar noch sehr wahrscheinlich, ist der Spread zwischen AUD und JPY immer noch der (2.) höchste unter den Majors, d.h. AUDJPY Longs spülen regelmäßig Geld aufs Konto unabhängig von Rücksetzern.

3. Die letzte Woche eingeleitete Trendwende beim JPY (siehe USDJPY Langfristchart) hat ein Zeitfenster von mehreren Jahrzehnten. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden wir, die wir Anfang 40 sind das Peak nicht mehr erleben.

Daher auch der Begriff "Long für die Ewigkeit".

Allerdings braucht jetzt niemand in Panik zu verfallen was den Einstieg betrifft, denn jeder Megazyklus bietet eine Unzahl von Rücksetzern die sich zum Einstieg eignen. :-)

Es geht demnach also darum, den passenden Punkt zum ersten Einstieg zu suchen. Mit einer kleinen Position sind wir ja immer noch Long gewesen, obwohl uns zugegebenermaßen die BoJ letzte Woche auch etwas überrascht hat und wir ja einen Großteil unserer AUDJPY Longs bei 82,50 und 83,00 aufgelöst hatten.

Hierzu haben wir 4 Charts vorbereitet.


Hier eingzeichnet ist noch die Fibo mit der Nullinie bei 82,50, die als erster großer Widerstand gegolten hat, durch die Bekanntgabe letzte Woche jedoch einfach hinweggefegt wurde, daher kann man den leichten Rücksetzer bis auf 80,75 nur noch im Tageschart sehen.

Die Nulllinie der aktuellen Aufwärtsbewegung liegt jetzt beim Spike bis an die 86,32, die in der Nähe der alten 162er Extension liegt.


Das 50% Retracement der 1. Aufwärtsbewegung liegt - oh Wunder - nun ziemlich exakt beim alten Widerstand von 82,50.
Das wir die 82,50 nochmal sehen ist keine Garantie, insbesondere nicht nach der geldpolitischen Entscheidung der PBoC vom letzten Samstag.

Es ist daher jetzt bereits ratsam eine kleine Position zu setzen und an den Unterstützungen 23,6er (84,20) und 38,2er (83,20) nachzukaufen. So werden wir es zumindestens halten.
Sollte widererwarten die 61,8er (81,50) doch nochmal gestestet werden, bis dahin dürfte auch der 200er GL (im Tageschart) dort angekommen sein, wäre dies ein klassisches All-In.


Abschließend schauen wir uns noch das BIG Picture (20 Jahreschart) an, welches wir im Jahresausblick 2012 schonmal veröffentlich hatten und welches uns Lehrbuchartig den Restest der großen 50% Retracement(s) zeigt und Aufschluß gibt über die ersten größeren Gewinnmitnahmen bei frühsten 92-94.



Das der Spaß dann allerdings höchstwahrscheinlich noch nicht vorbei ist zeigt der 4. Chart (Large Picture), welches der 3. Chart links oben schon andeutet.



Die Entscheidungs"schlacht" fällt um die 100, das Retracement in 1996 war ja auch wieder bilderbuchartig, ebenso wie der große Doppelboden (2000 und 2008) und sollte das Pair die 100 hinter sich lassen und damit die 61,8er aus der großen Abwärtsbewegung irrelevant werden lassen, wofür die Peakbildung in 2007 spricht, ist der Weg frei zur 122 zum Test des ATH.

Was dann evtl. politisch passiert (oder passiert ist) kann niemand voraussagen - ob es ein Doppeltop wird und ab da der JPY gegenüber dem AUD aufwerten wird (warum auch immer), oder ob das Doppeltop nur eine Zwischenstation ist auf dem Weg zu neuen ATHs - und wird die Zeit zeigen.

Bis dahin gilt: AUDJPY strong long ("schlafen" gehen und Zinsen kassieren).

Viel Erfolg.

Sonntag, 5. Februar 2012

Klippe voraus rückt näher

Einiges ist die letzten Tage passiert.
Die "Verhandlungen" um den Default von Griechenland werden immer strenger, 5 große US-Banken sollen im Feuer des Untergangs mit den CDS stehen, wenn diese getriggert werden sollten.

Derweil schaufelt die FED via EZB weiterhin Unmengen ins europäische Bankensystem um blos keinen deflationären Kollaps zuzulassen, denn eines hat das US-Bankensystem - allen Unkenrufen zum Trotz (auch wenn dies von vielen europäischen "Experten" gerne übersehen wird, dem Euro-System voraus: Eigenkapital.

Wir kommen in einem der nächsten Posts explizit auf diese immens wichtige (von vielen aber ignorierte) Tatsache im Detail noch zu sprechen.

Kommen wir kurz zu den konkreten Positionen.

Sowohl Aussie, als auch Kiwi befinden sich in Extrembereichen, mit einer scharfen Korrektur ist jetzt jederzeit zu rechnen, weswegen wir auch Positionen beim NZDUSD und AUDUSD massiv ausgebaut haben.
Die 1.08 beim Aussie sollte halten, er hat die 62% Fibo am Freitag leicht überschossen (aber fürs überschießen ist er ja bekannt) :-).



Kiwi hat die 50% Fibo leicht gedischt, u.U. ist ein Test der 62% bei ca. 8470 noch möglich, wird von uns, sollte dies eintreten, dann jedoch als finale Zukaufphase angesehen.



Bei beiden sind die Gaps immer noch offen. Also Geduld und Spucke sollten reich belohnt werden.

Der Kiwi hat gegenüber dem Aussie noch etwas mehr Potential, wie sich u.a. sehr schön am Chart der beiden ersehen läßt. Bei 1,2750 haben wir die ersten Longorders im Markt liegen.



Gold ist erwartungsgemäß in der 1750-1764 Zone erstmal gescheitert. 1700 evtl. 1680 als Retest sind durchaus möglich. Wir fahren Longs daher nur mit halber Kraft und hatten bei 1760 50% liquidiert.

Silber steht u.M. noch die 35 aus, bevor es zu einem Retest der 30/31+ kommt.
Paßt zur Gold/Silber Ratio von ca. 48.

EURCHF war letzte Woche ein massiver Kauf bei 1,2042, insbesondere da die SNB nocheinmal glaubhaft versichert hat, auf alle Fälle die 1,20 zu verteidigen.
Die Anhebung auf 1,25 bis 1,30 rückt näher.
Derzeit der sicherste aller Trades!!

Ähnliches gilt für den USDJPY, für den sich einmal mehr die 76 auf Betonboden herausgestellt hat.

AUDJPY hat sich erwartungsgemäß zum 2. mal den Kopp an der 83 angestoßen.
Sollte die 84 nochmal angetest werden, in einem Restanflug von Stärke des Aussie, werden wir dort sämtliche AUDJPY longs glatt stellen.
Ideal wäre es natürlich, wenn der AUDJPY brav die TL testen geht bei ca. 79, bevor die BOJ die nächste Intervention startet. :-)
Für diesen Fall setzen wir allerdings Pendings bei 84-85 in den Markt.



Grundsätzlich:
Wir gehen davon aus - irgendetwas muß den USDX an die 87 bringen - wir wissen nicht was es sein wird - und sei es ein Default von Griechenland, selbst wenn er nicht so genannt werden sollte, damit die CDS nicht triggern.
So oder so dürfte es alles andere als eine vertrauensbildene Maßnahme sein - und beides ist gut für den USD.
Allerdings im Gegensatz zu früher, nicht automatisch dadurch schlecht für Gold.
Selbst wenn GLD-Anteile auf den Markt fliegen sollten im großen Umfang, dürfte dies in London 1-2 Tage später sofort wieder aufgefangen werden, weil Leute mit den Kipplastern dastehen und sagen: "Mach voll."


EURAUD und EURNZD bilden weiterhin großflächig ihren Boden aus. Das die 1,20-1,21, bzw 1,57 bisher gehalten haben ist ein gutes Zeichen.

EURJPY ist seinen Retest des Allzeittiefs bei 90-92 noch schuldig - schaun wir mal. Wir sind auf jedenfall mit einer kleinen Position short seit 100.80.
Ein kurzer Euroabsturz, ausgelöst durch einen Teil, - oder ganzen Default von GR - VOR der Intervention der BOJ, könnte hier der äußere Anlaß dafür sein.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Pre FED Meeting - Positions

Das war heute wieder ein klassischer Setup vor einer FED Sitzung.
Das möchte ich hier noch kurz erläutern.

Positionierungen laufen immer nach dem gleichen Muster ab:
Gold und Silber (massiv long).

USD vs. Majors short mit engen Stopps.
EURUSD, AUDUSD, NZDUSD, USDX (long).

Die Stopps wurden schnell gerissen und die EMs legten dafür ein Krawuuuum hin.
Da die beiden Geldmetalle quasi einen eingebauten Boden haben, erfolgt die Positionierung eben bekanntermaßen in diese Richtung und die Majors wie üblich nur als evtl. Hedge.


"Klippe voraus" muß also noch etwas warten :-), aber sie kommt ganz bestimmt die nächsten Tage.

Zusatz:
Bei 447,68 sind wir übrigens einen konkreten Short auf den Apfel eingegangen.


Silber:
Wenn Silber die 32.80 hält, dürfte der Weg frei sein zur 35.

Gold:
Hier fällt die Entscheidung um die 1720 herum.
Stopps sind hochgezogen worden auf 1640-1650, bzw. stehen auf Einstand bei denen, die heute vor dem Zinsentscheid platziert wurden.

EURUSD:
Ist knapp an der 262% Extension angekommen (die bei ca. 1.3150 liegt) - dem dürfte demnächst die Luft ausgehen. Short-Zulage bei 1.3090.

AUDJPY:
Hier werden zwischen 82 und 82.50 langsam die Longs aufgelöst, da wir von einem Retest der Trendinie seit 09-2011 ausgehen.

Kiwi hat unserer Meinung nach noch Luft nach oben (bis ca. 82.35), Aussie dürfte um die 1.06 herum gedeckelt sein. (Short)

Freitag, 20. Januar 2012

Klippe voraus

Dieser Post ist nur für die Trader unter unseren Lesern, nicht für die Investoren (physisch und/oder Futures) im EM Bereich.

Das der heutige Spike beim Silber u.a. auch mit der Veröffentlichung von Eric Sprott zu tun hat, steht wahrscheinlich außer Frage, da sich einige spekulative Teilnehmer auf Grund dessen mit Sicherheit heute long positioniert haben.

Übrigens hübsch wie wir da (im Nachgang) ;-) die fundamentale Begründung nachgeliefert bekommen, wieso denn der Kurs vorerst bis zur $33 will. :-)

Für uns sieht derzeit alles danach aus, als das wir gerade in sämtlichen Bereichen auf die nächste "Klippe" zusteuern.
Und wie man den Spruch bereits von uns kennt: es steht alles in den Charts.

Gold läuft in seine massive Widerstandszone 1670-1680 rein, ein erneutes testen der 1620 würde uns nicht überraschen, bevor es richtig zur Sache geht.

Silber rennt bis zu $33 und stößt sich dort erstmal seinen Kopf am 200er GL an. Ein Retest der 30-31 (tiefer nicht) ist wahrscheinlich. (siehe Gold)

EURUSD verreckt grade vor der 1,30 und blieb bislang den Test der 1,20 noch schuldig.

AUDUSD stößt in die Widerstandszone von 1,05-1,06 vor - das Gap ist immer noch offen.

NZDUSD passend dazu die 0,81-0,82. - das Gap ist immer noch offen.

EURJPY hat sich punktgenau den Kopp angehauen am 200er GL. Retest des Allzeittiefs bei 92 steht aus.

USDX verharrt stabil über der 80.

S&P500 ist gerade im Zielbereich von 1310-1330 angelangt.

USDCHF ist der einzige, wenn er die 0.93 nicht respektieren sollte, der als (Safe Haven) durchaus noch Potential hätte vor seinem Absturz (Anstieg) bei 0.90xx vorbeizuschauen.

EURNZD und EURAUD bilden gerade massive Böden aus - der Absturz der beiden, nicht nur vs. Euro ist gerade in Vorbereitung.
AUDNZD gibt einen guten Hinweis darauf, wer von beiden die nächsten Wochen schneller fällt.

Mittwoch, 18. Januar 2012

klassischer Setup für Gold Akkumulationstrades

Nur kurz auf Grund des aktuellen Bildes, wollte ich dem ein oder anderen ein klassiches Bild für unsere Gold Akkumulationstrades geben.
18.01.2012 - 16:34 Uhr MEZ.

Da wir z.B. bei $1661 einige Long Positionen verkauft hatten, müssen jetzt ja wieder welche zugekauft werden um auf die gleiche Anzahl oder mehr zu kommen.

Gold notiert kurz über dem 200er im Stundenchart. (Natürlich gibt es keine Garantie das er nicht noch die 1640 oder 1630 knutschen geht.

Als Hedge dafür soll u.a. dienen der EURUSD, der schon ziemlich heftig gelaufen ist die letzten 2 Tage und mittlerweile an einen doch recht starken Widerstand stößt.


Natürlich kann im Extrem EURUSD noch weiterlaufen und die 127/138 % Extension testen und  Gold bei 1630 vorbei schauen. Dies ist in unseren Augen aber nur kurzfristig.


Da EURO - Gold, siehe Erklärungen von Michael (Metallwoche) aktuell jedoch an seine Unterstützung von 1280 stößt und es aussieht als wenn es abprallt, kann nun folgendes passieren.



1. Im schlechtesten Fall:  EURUSD steigt weiter, Euro-Gold fällt unter die 1280 zurück, weil Gold stehen bleibt oder zeitgleich in USD auch noch weiter fällt.

2. Neutral: Gold in USD steigt, EURUSD steigt noch weiter (um die oberen Extensions zu testen), Euro-Gold steht auf der Stelle. (Dann fällt der EURUSD halt etwas später)

3. Im optimalsten Falle: Gold steigt in USD (siehe Chart), EURUSD prallt ab und fällt und Euro-Gold respektiert seine Unterstützung von 1280 und steigt dadurch ebenso.


Da wir die Nr. 3 für am wahrscheinlichsten halten, sind wir den Trade vorhin auch eingegangen, da der EURUSD sich derzeit lediglich auf seinen weiteren Absturz vorbereitet zum Test der 1,20 Marke.

Dienstag, 3. Januar 2012

Das BIG Picture in Bildern - Euro to da Moon? (Lese,- und Sitzfleisch mitbringen)

Vorab wünschen wir unseren Lesern noch ein gesundes neues Jahr.

Wie im Post am 06.12.2011 bereits angekündigt erfolgt nun eine Bilderserie zu den wichtigsten Majors, auch in Verknüpfung mit den EMs, wobei wir die Gold-Silber Ratio nicht weiter bemühen müssen, denn die knapp 1:60 wurden erreicht und damit dürfte der Weg frei sein für Silber, das Gold outzuperformen.
Natürlich lassen sich Spikes nie ausschließen, wir sehen jedoch derzeit aktuell nichts am Horizont das Silber nochmal unter $26 drücken könnte.
Außer SIE ziehen den Stecker, doch dazu kommen wir nun auch bei den Majors, denn wer die Metalle einzeln und losgelöst betrachtet oder immer die Rohstoffe im Blick hat, oder nur Rohstoffe und EURUSD etc. der greift meistens zu kurz.

Das wir Silber bei 26,50 und Gold bei 1530 und 1540 eingesammelt haben, wie wahrscheinlich die meisten Leser unseres Blogs auch, versteht sich von selbst.

Beginnen wir nun mit den Hauptpaaren. (Und ja, etwas "VT" ist natürlich auch mit dabei).
Zum Verständnis dessen was jetzt gleich kommt, möchte ich jedoch ELLI aus dem Gelben zitieren:
"Zuerst kommen die Wellen, die Fundamentals wird man uns dann schon zu ggb. Zeit nachliefern."
Dies ist eine der genialsten Aussagen, welche ich jemals gehört habe und ich kann sie abgewandelt, aus meiner Erfahrung und meines Wissens nur bestätigen.

Da ich kein EWler bin, möchte ich dies abwandelt ausdrücken:  
"Es steht alles in den Charts."

Die die uns kennen wissen, das die wichtigsten Instrumente für uns Widerstand/Unterstützung und die Fibos sind.
(Michael aus der Metallwoche nennt das K.I.S. - keep it simple)
Gleitende Durchschnitte und Pivots sind jeweils aktuelle Ein,- und Ausstiegshilfen.

Diese werden gegengecheckt mit aktuellen politischen und finanzwirtchaftlichen Entwicklungen/Erwartungen und wenn alles drei zusammen kommt, gibts nen Positionstrade im BIG Picture - oder eben ein abwarten.
 
Es widerstrebt mir zwar nicht mit meinem Lieblingspair anzufangen, aber seis drum. :-)
Wir starten mit dem USD. vs zu ihm folgen dann auch seine Gegner Euro, Aussie, Kiwi, Franken (zum Yen gibt es nichts neues).

1. Der USDX will die 87 sehen und sei es nur als Spike.
(Ein Chart zum LARGE Picture mit einem Kursziel von 107, stellen wir später noch ein)
Er ist eindeutig auf dem Weg zum 200er und bis QE3 nicht verkündet wird, gibt es aktuell keinen Grund für eine USD Schwäche.

2. EURUSD
Analog dazu schieben wir den Langfristchart des EURUSD gleich hinterher.
Klar charttechnisch befindet sich der EURUSD derzeit im Niemandsland.
Alle reden den Euro aktuell tot - nun wir sind netto EURUSD auch short, denn nicht nur weil der USDX die 87 sehen will, sondern auch weil das Retracement der Bewegung seit 2002 noch aussteht, was den Kurs mindestens zur 1,12 tragen sollte, bzw das testen der 61,8% bei ca. 1,05. Mit gleichzeitig steigendem Yen, Franken und Loonie ist dies beim USDX von 87 mehr als greifbar.

An der 61,8er passiert dann entweder:
Eine Eurotrennung (Abkopplung in eine DM2/Nordeuro und der Resteuro crasht - ist die Frage wie das an den FX Märkten dann dargestellt wird) oder wir erleben die Einführung dessen was keiner will - den Eurobonds. (Mehr dazu unten)

3. USDCHF
Ebenfalls im USDX vertreten, der Franken - der sollte Tante Hilde oder sein Nachfolger die aktuelle Politik beibehalten, seine besten Zeiten gesehen hat.
Fakt ist das charttechnisch ein Retest der kleinen 61,8er Fibo bei ca. 1,04 aussteht und je nachdem wie sich die SNB weiter entscheidet, das langfristige Ziel dennoch bei der 1,50 (50er Fibo) bzw. 1,55 (61,8er) ist.
Ein kurzfristiges ditschen der 0,88 (138 Extension) ist möglich, wenn auch unwahrscheinlich.


4. AUDUSD
Nicht im USDX vertreten (sollte er mittlerweile aber eigentlich :-) ), aber eindeutiger Star unter den "kleinen" Majors der Aussie. (Jaja wir lieben ihn halt ;-) )
Der Aussie hat 5 Hauptkontrahenten, wir beleuchten jedoch hier nur die 3 wichtigsten, da die anderen beiden ne sichere Bank zum Gelddrucken sind und keiner Erwähnung bedürfen.

Offen ist die kleine 61,8er bei 0,75.
Schaut bitte hierzu auch auf das Bilderbuchartige testen der 61,8er in 2008.

Das Doppeltop hat der AUDUSD wunderschön (wie das Gold auch) in diesem Sommer und Herbst gemalt.
Da der Aussie allgemein zu Extremen neigt ist sein antesten und überschießen der 162er Extension nicht verwunderlich. Bei  ca. 1,15 (wie einige auch im Sommer schrieben) lag die 262er Extension, die grade beim Aussie eben auch durchaus noch drin gewesen wäre.

Was könnte nun diesen Aussiecrash verursachen? Ich sag nur Chinacrash (siehe 06.12.2011)
Aktuell und 1. Station ist immer noch das offene GAP (hier nicht zu sehen) bei 0,92. Bei 1,04-1,05 ALLIN zu gehen, kann also nicht verkehrt sein.

5. AUDJPY
Ein Aussie kommt selten allein (unser Lieblingspair kommt später noch). :-)
Bilderbuchartig ditscht der AUDJPY die 50er Fibo, testet sie 2x, wird aller Voraussicht nach nochmal die Trendlinie (und 38er Fibo) antesten.
Die große 61,8er hat er weit überschossen in 2008, daher reicht ein Retest der großen 50er aus.

Chinacrash belastet den Aussie, gleichzeitig ist jedoch beim Yen eine Art Boden drin (USDJPY 75,50-76), was den AUDJPY eben bei spätestens ca. 75 stützen sollte.
Glaskugel an Noda: Wenn die hält, ist das nächste Ziel mindestens 95, bzw gehen wir dann in den Jahrzehntechart über (wie beim USDJPY) und veröffentlichen den zu ggb Zeit.


6. NZDUSD
Und wie sagt man so schön, keinen Aussie, ohne seinen kleinen Bruder den Kiwi. :-)
Zum Kiwi müssten wir 3 Charts einstellen, belassen es jedoch bei 2, da die große 0 Linie exakt dem Hoch aus 1995 entspricht.
Aktuell ist er genau an der Trendlinie angekommen, die wir Anfang Dezember prognostiziert haben.

Der Retest der 127% Extension wie er bei den beiden üblich ist, in Kombination mit einer latent immer noch vorhandenen Dollarstärke, gekoppelt mit dem anstehenden Chinacrash, der den Kiwi (warum die Bondaffen auch immer der Meinung sind) auch mit in die Tiefe reißen wird, bieten die fundamentalen Begründungen für das was schon im Chart steht: 
Retest mindestens der kleinen 61,8er bei ca. 0,59, bzw der großen bei ca. 0,52.

7. EURNZD
Und weil wir grade schön beim Kiwi sind, hier noch der Langfristchart des EURNZD, den wir im Detail jedoch in anderen Post behandeln werden, mit kürzeren Zeitebenen etc.
Wir sind zwar schon seit 1,68 long (nach 1k Methode - anderes Thema), aber Kiwi und Aussie beweisen in beiden Fällen wieder einmal, das sie die extreme lieben und das exakten anditschen der 162% Extension im Large Picture (Chart geht zurück in die 90er Jahre) ist beim halten dieser Marke von 1,65 ein ziemlich sicherer 1000 Pips-Trade!
Der Rest, ob 1,90 ja oder nein, entscheidet sich dann - siehe letzten Chart und Abschluss.


Warum sollte der (tote) :-) Euro gegen den (doch fundamental "unterlegten") Kiwi steigen?
Nun zu der Frage kommen wir bei unserem Lieblingspair.

8. EURAUD
Totkranker Euro, massiv starker Aussie, vor sich hin schwächelnder USD - ja, Chinacrash na gut: aber das?

, welches im übrigen am besten (neben Gold) die aktuelle Schwindsucht des Euros dokumentiert.

Die 127% Extension - den 2. Chart sparen wir uns, da exakt hier auch das bisherigen Allzeittief aus dem Jahre 1989 liegt.
1989???? fragen jetzt viele? - Ich verweise nochmal auf den Post von 06.12.2011 (Euro = DM)

Was zum Teufel sollte den (offiziell schwindsüchtigen) Euro gegenüber einer so stabilen Währung wie dem Aussie, trotz anstehendem Chinacrash, in die Höhe jagen?
1. Ziel 1,43 - und es gab nie einen Retest der 50er und 61,8er Fibo, die stehen ebenfalls noch aus.

2 Varianten gibt es dazu, die das eindeutige Chartbild, fundamental begründen würden.

1. Der jetzige Euro crasht, Wiedereinführung einer DM2.0 (siehe 6.12.), bzw eines Kern-Euro (ohne Paris) der gegenüber sämtlichen Fiats durch die Decke jagen würde. (Die vs. hatten wir in den Charts zuvor)
2. Eurobonds!

Eurobonds - dieses verhaßte Wort - die, die keiner will - und doch alle wollen! 
(Will jemand ernsthaft außer Walter E. die Alternative???)

Frage: Hat sich einer von Euch schonmal mit dem Gedanken beschäftigt (Walter E. hat es, auch wenn ihn viele verachten), was mit dem Euro passiert, wenn die Eurobonds eingeführt werden (ob mit oder ohne Parlamente - interessiert bei den Schlafschafen eh niemanden wirklich). 
(Wer von Euch hat eigentlich wirklich 1984 gelesen?)

McFly jemand zuhause???

Die 2. Welt(leid)Währung mit einem Durchschnittszins von 4-5% ...... vs. welchem Klopapier .....?
Dagegen macht sich die anstehende Gold-Rakete aus wie ein Rohrkrepierer!


9. EURJPY
Und als Untermalung haben wir dazu noch meinen Deflations-Liebling und seinem ditschen der 127% Extension, mit Chance zum Extreme bei 92 und 1. Zielmarke 141, mit Weg: nach oben offen.
In Kombination von Eurobonds und Noda-Action gibt es hier keine Grenzen. 
(Dagegen sind die Kurschancen des AUDJPY Maulswurfshügel und USDJPY bilden einen geraden Strich auf dem Chart).


In der letzter Zeit kam das Thema oftmals auf, das die Commercials massiv Euro long sind.
Viele registrieren dies gar nicht - einige fragen sich und finden keine Anworten - die Info das die Commercials faktisch IMMER "zu früh" dran sind, ist eine Aussage die nur von Tradern, aber nicht von echten Investoren kommen kann. (Lieber 1 Jahr zu früh dran, als 1 Stunde zu spät)

Die Jungs spielen mit tiefen Taschen, nicht nur bei den EMs (Denn da ist ihre Macht begrenzt),
sondern sie kontrollieren die Geldströme der Bondaffen und Pickelgesichter. (Eure Spareinlagen und "Termin"gelder .... Eure "Cash"reserven.
Und tief heißt tief! (Das ist etwas das viele Trader und/oder Spekulanten nicht begreifen.

Der EZB-Coup zwischen den Jahren von knapp 500 Mrd. kauft fast komplett den DAX.
Hat das einer von den "informierten" Aktien-Micheln da draußen begriffen oder auch nur nachgerechnet?

Das war das BIG Picture in Zahlen und Bildern - die einen nennen es Glaskugel - ich nenne es: 
es steht alles in den Charts! :-)

Gruß Volker

PS: Denn die Charts sind eine Abbildung ALLER Marktteilnehmer, auch die Jungs mit den tiefen Taschen - oft als Manipulatoren bezeichnet sind "nur" Teilnehmer des Marktes - halt die mir den ......, aber dennoch NUR ....