Freitag, 21. Oktober 2011

Gold ...und warum will das verflixte Zeug nicht steigen

...  obwohl es an allen Ecken brennt.

Wie viele andere, machen natürlich auch wir uns immer Gedanken über bestimmte Gegebenheiten und einige davon veröffentlichen wir u.a. hier.

Charttechniker interessieren sich selten für COT Reports haben wir festgestellt und Bondaffen von heute sind "Waldorf"weichkekse der 68-Generation und nichtmal ansatzweise mit den Bond Managern vergangender Zeiten zu vergleichen.

Kurz die Fakten: es gibt derzeit faktisch 0 spekulatives Kapital im Goldmarkt.
Das Kartell, mit oder ohne PBoC hat ganze Arbeit geleistet und wirklich alles rausgekegelt, was man rauskegeln kann. Das Open Intrest der Comex spricht hierzu Bände.

Die physische Nachfrage der Kleinanleger, insbesondere in Europa und Asien ist unverändert stark. Das macht sich jedoch am täglichen Umschlagsvolumen in London (noch) nicht bemerkbar.
Es fehlt das spekulative Momentum.
Derzeit wechseln echte 400 Unzen Barren, zu $1620 in London den Besitzer, höchstwahrscheinlich aus den Volksvermögen der PIGS stammend.

Fakt bleibt, Spekulanten im grossen Stil sind derzeit keine im Markt - daher kann man diese auch nicht rausdrängen - deswegen scheint es auch unmöglich zu sein den Preis unter $1600 drücken zu können, falls man das überhaupt wollen würde.

Warum sollte der Westen billiges Gold nach China (daher kamen nämlich die Liquiditätsangriffe der letzten Wochen - nicht vom Kartell), verschenken .... ?

Gold kann nicht steigen, solange bis es (real) knapp wird, oder bis Spekulanten in den Markt zurück kommen.
Gold kann nicht viel weiter fallen, da es 2 Grossaufkäufer gibt, die miteinander um das PIGS-Gold konkurrieren und somit zwangsläufig den Preis in London auf einem bestimmten Niveau halten..

Mit dem Verkauf von ETF Anteilen des GLD den Goldkurs auf $1100 runter zu prügeln ist überhaupt kein Problem, nur der Preis würde in London physisch am nächsten Tag sofort nachgefragt werden.

Steigen kann er allerdings auch nicht gross, solange kein grossflächiges Interesse (richtig gross) in den Markt kommt und hier haben wir es mit 2 Gruppen zu tun, die dies derzeit verhindern.

1. Hedgefonds, die "alle" Schiss haben vor einen deflationären Schock und daher klugerweise oftmals Cash vorhalten, als irgendwo investiert zu sein und auch immer wieder Yen Positionen aufbauen um sich dagegen zu wappnen.
2. Die sogenannten Bondaffen - also jene Garde von Fond/Pensions Managern, die eigentlich Rendite für ihre Anlegern erwirtschaften UND Kundengelder sicher anlegen müssten und im Zuge dessen den Regierungen der westl. Welt auf die Füße treten, bzgl. der exorbitanten Ausweitung der Schulden und damit einhergehenden Inflationierung.

Die 2. Gruppe besteht jedoch heutzutage grösstenteils aus Weicheiern der 68er Generation, die wie das Kaninchen vor der Schlange erstarren und bitten, betteln und beten, das die noch dümmeren 68er aus der Politik, noch irgendein Kaninchen aus dem Hut zaubern, damit sie ja nicht ihre Bonds abstoßen und/oder abschreiben müssen.

Diese Generation von Bondaffen (die Verwalter der Versicherungs,- und Pensionsvermögen der Babyboomer und 68er Generation) werden bis zur LETZTEN SEKUNDE an den Bonds festhalten.
KEINER wird bewusst den ersten Schritt tun und KEINER wird irgendeine Regierung ernsthaft unter Druck setzen.
Von dieser Seite ist keine Gefahr fürs System, auch wenn das bestimmte Blogs (die wir sonst auch sehr gut finden), immer wieder formulieren.

Dieses sogenannte BIG Money (wegen dem Volumen), wird erst die Bonds wegwerfen und zb in Gold gehen, wenn eine echte FAT CAT aus dem Smart Money (Grossinvestor, Gross Hedgefond) oder ein Titan aus dem Bankensektor dazu bläst.
Vorher bleiben die alle schön brav und blökend in den Bonds, völlig egal ob sie Negativrendite einfahren oder nicht, da sie nur das Geld ihrer Kunden verbrennen und das Gros der Kunden weis noch nichtmal ansatzweise was gespielt wird.

Abschließend bleibt zu sagen: ohne spekulatives Interesse und/oder neue Liquidität im Markt, wird Gold NICHT steigen - sondern auf dem Niveau werden schön gemächlich weiterhin in London 400 Unzenbarren den Besitzer wechseln (ein Schelm der böses dabei denkt) ;-)

Bei Silber sieht das ein "klein" bisschen anders aus (Industrie und so, brauchen wir nicht weiter auszuführen)

Gold wird explodieren, wenn das System kippt - nur dazu braucht es den Anfang von einem der "Affen" der hypernervös wird und als erster aus dem Kinosaal rauswill !
Einmal ist es einer .... das ist so sicher wie das A(mun) in der Kirche, nur wann dem ersten Bubi die Nerven durchgehen, kann derzeit niemand genau sagen.
Bei dem ganzen Hickhack derzeit in der Politik (nicht nur in Europa) - das nicht gerade stabilisierend wirkt - kann dies jederzeit passieren.

Montag, 17. Oktober 2011

Weldon - ECB Forced to Print, Gold’s Lowest Target $3,000

It also tells you that to some degree the latest run-up in gold to $1,900, the last $150 to $200 of that rally wasn’t driven by speculators.  I think that was fairly interesting, it was more hard core metals accumulation by portfolio positioning or it’s an unofficial central bank that was buying gold.  Remember, this market (gold) will err to the upside because there is more predisposition for entities to be a buyer of gold all around the world.”

http://kingworldnews.com/kingworldnews/KWN_DailyWeb/Entries/2011/10/15_Weldon_-_ECB_Forced_to_Print,_Golds_Lowest_Target_$3,000.html


Da hat unsere Annahme wohl doch gestimmt!!
Das waren die Tonnen für Chavez, die das Kartell physisch zusammen kratzen musste, die den Kurs auf $1900 getrieben haben .... :-)

Dann sag ich mal: Good Luck, dann wird’s wohl mit den $1500 nichts mehr werden.
Wir bleiben dennoch vorsichtig, da niemand genau sagen kann, was ein kurzer Liquiditätscrash durch den Zusammenbruch einer Euro Grossbank oder gar eines Landes, auslösen kann und wer alles Barren als Notgeld evtl. noch auf den Markt schmeißen muß für ein paar Tage.



Optimaler (EM) Hedge derzeit für uns sind die Shorts auf EURJPY, von 107.19

Montag, 10. Oktober 2011

USDJPY Jahrzehnt-Trade

Wir zitieren nochmal aus dem Blog vom 6.6.2011:
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USD/AUD/CHF-JPY - Longterm Trade (160 Jahrechart)

Wir haben, auch mit Hilfe von Spezies aus dem Gelben, den Langzeitchart des Yen analysiert. Zeitfenster 160 Jahre.
Den meisten, auch heute tätigen Tradern, ob Profis oder Laien, ist nicht bewusst das außer dem Euro, die meisten Majors schon lange Zeit existieren. Die älteste den meisten bekannte Währung wird wohl das britische Pfund - die Weltleitwährung bis 1944/1945, sein.

Alles bewegt sich in Wellen und auch wenn wir keine Anhänger der EWs sind, tauchen doch bestimmte Muster immer wieder auf, quer durch alle Gesellschaftssysteme, Kriege, Krisen, Aufschwünge und Katastrophen.


Der Yen ist an einem historischen Hochpunkt angelangt (den Spike vom 17.3.2011) lassen wir mal außen vor und nehmen ihn lediglich als SL für einen Stopploss-Run.


Der Yen ist DIE Carrytradewährung schlechthin und auf lange lange Zeit wird die BoJ die Leitzinsen auf 0,1 halten. Japan wird faktisch nie wieder mit Hintern hochkommen.

Die 2. Hälfte des 20. Jhr. war das Japan-Zeitalter - das ist jetzt rum, nachdem China die wirtschaftliche Weltbühne betreten hat.
Japan ist ein überbevölkertes Land, ohne nennenswerte Rohstoffe und steckt fest in Strukturen vergangender Epochen. (Die Katastrophe um Fukushima legt Zeugnis davon ab). Just-in-Time bricht grade zusammen.

Es gäbe einen Weg für Japan um sich daraus zu befreien, aber da stehen sich die Japaner selber im Weg und lernen vom "Todfeind China" steht dem Japaner schlecht zu Gesicht.


Welche Major wird als erste in den Hyperinflationsmodus wechseln?

Das ist theoretisch die Gretchenfrage! Wir sind nicht Gott und selbst "Gott" :-) weis dies nicht, doch alle Indikatoren und Indizien deuten darauf hin das es Japan sein wird.
Wenn das westliche (ungedeckte) Finanzsystem (Japan gehört, obwohl geographisch im Osten, dazu) in den Hyperinflationsmodus übergeht, muss einer den Anfang machen.

Dieser Trade(s) ist unabhängig vom kommenden Euro-Crash, deswegen gibt es auch keine EURJPY longs (da kann man sich gleich erschießen), sondern für diesen Trade kommen nur Währungen in Frage, die schon lange vorher existiert haben und aller Wahrscheinlichkeit auch nach dem Kollaps, zumindestens "namentlich" noch existieren werden.

Wie das dann konkret an den FX Märkten noch aussieht weis niemand. Ob diese noch frei sein werden, ob Wechselkurse festgelegt werden, ob Goldbindung hergestellt wird, ob die meisten Broker dann noch leben etc. pp.

Diese Trades gehen davon aus, das sowohl der USD, der AUD, der Franken und der Yen, im Interbankenverkehr und/oder an eine(r) Börse handelbar sein werden und wir als kleine Händler dazu Zugang haben.


USDJPY wurden die ersten Positionen ab 80.70 aufgebaut, 80.10 zugekauft, sl 79.90 und 75.90.

AUDJPY erste Position aufgebaut 85.35, sl aktuell Einstand. Zukäufe würden bis 82 erfolgen, abhängig von der allgemeinen Entwicklung des Aussie und der Rohstoffmärkte und ob sie den "Stecker ziehen".
Großer Vorteil des AUDJPY, ordentliche Zinsgewinne auf alle Longs.
CHFJPY - steht auf der Warteliste, derzeit ist der Franken im überkauften Bereich. Einstieg ab 92/93.
(evtl. Daytrades short bis dahin bleiben jedem selbst überlassen) :-) 


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Zwischenzeitlich, wir haben über USDJPY schon viel geschrieben, haben wir Positionen ab 76.10 zugekauft, da der Boden bei 76 als absolut zementierter Boden angesehen werden kann.

Für uns ist es, neben den beiden Geldmetallen der Trade schlechthin!
Allerdings braucht es nen langem Atem.

Goldman empfiehlt Wiedereinstieg in Goldmarkt - Achtung

Goldman empfiehlt Wiedereinstieg in Goldmarkt
http://www.goldmoney.com/de/gold-research/goldman-empfiehlt-wiedereinstieg-in-goldmarkt.html

Achtung!
deflationärer Schock voraus. Wink
Passt auch zum restlichen Umfeld, der Währungen, Banken, Aktien, Rohstoffe etc....

Hat NICHTS mit Münzen und Barren des normalen Anlegers zu tun!

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1675 stellen wir uns beim Gold zu 90% Flat (bauen also Shorts ein).
Die nächsten Pendings long liegen ab 1685, über dem alten GAP, das aktuell Widerstandszone ist.

Heute, am 10.10. lief eine eindeutige Risk On Rally weiter, im Zuge derer sämtliche Majors an wichtige Widerstandsmarken knallten.
Nicht zu vergessen ist hierbei, das sowohl in den USA, wie auch in Japan heute Bank Feiertage waren und daher der japanische und amerikanische Einfluß merklich fehlte.

Viel wahrscheinlicher, als das die aktuelle Rally weiterläuft, ist jedoch das es zu einem kurzen, aber heftigen deflationären Schock kommt, auf Grund dessen die Politiker der westl. Welt, die ZBs (allen voran die FED) anflehen werden, doch endlich endlich QE3 ins Leben zu rufen.

Sollte andererseits wirklich eine europäische Großbank unter die Räder kommen (wovon wir nicht ausgehen), werden die Schockwellen innert Stunden um den Globus rasen und alles vs. USD und YEN in die Tiefe reißen.

Demzufolge haben wir uns heute noch einen Short auf den EURJPY gegönnt bei 104.85, ebenso wie das hedgen fast aller Goldlongs (siehe oben).

Der Short auf den Loonie ist geschlossen und bei 1.0260 auf Long gedreht.

Dienstag, 4. Oktober 2011

S&P500 - Update

Luft bis 1130 besteht zwar, aber da wir seit 1205, 1193 und 1147 short sind, kommt nach der PPT Hebung heute nachmittag nochmal nen Short dazu :-).
Denn solange Ben das QE3 nicht verkündet hat, stehen die Aktienmärkte unter Druck.
Optimale Zielregion für den S&P500 ist die 1050.

Die Parallelen dazu in den anderen Märkten sind:
AUDUSD - 0.92
NZDUSD - 0.73
EURUSD - 1.29
USDCHF - 0.93
USDCAD - 1.07 ( bis 1.10) - (Oel)
Gold - 15xx
Silber - 25.xx

USDJPY hat nen PEG
EURCHF hat nen PEG
EURJPY hat nen PEG

.... und dann?

QE3 - oder die Welt versinkt in einer beispielslosen Depression.

EURJPY - PEG voraus - Fluchtweg verschlossen

Die BoJ hat heute angekündigt, massiv in den Euro investieren zu wollen.
Zur "Eurorettung" :-)

Im Kern geht es um Absatzmärkte!

Das riecht jedoch verdammt nach EURJPY Peg.
Wo genau sie ihn ziehen, kann man noch keine Aussage zu machen, die runde Marke von 100, wäre natürlich stilvoll, aber wir denken das es eher die 110 sein werden.

Shorts auf den eurjpy schließen sich damit derzeit aus (wir haben sie bei 101 geschlossen), chartunabhängig, vor der offiziellen "Bekanntgabe" allerdings auch longs.

Mit dem drohenden PEG auf den EURJPY schließt sich ein weiteres "Rettungs"fenster für Euroanleger/Inhaber.

Stellen Sie sich das Bild vor, Sie befinden sich im Labyrinth und suchen verzweifelt nach einem Ausgang und immer wenn sie an eine Tür gelangen, wird diese grade vor ihnen zugeschlagen ...

SIE (Versicherung/Pensionsfond - die im Fiatuniversum (laut AGB/Satzung) gefesselt sind, können dem Unheil nicht entkommen - SIE sind auf Gedeih und Verderb, ohne Ausweg gefangen.

Franken zugeschlagen, Yen (am zuschlagen), Pfund ist außen vor - who comes next? - right, Aussie ALL-IN, bis es auch da irgendwann nen PEG gibt, aber bis dahin wird der Aussie DAS Auffangbecken der Fiatwelt sein. (Nachdem die Liquidierungswelle europäischer Banken beendet ist)

GOLD haben viele Manager der Fonds und Versicherungen zwar auf dem Radar - der einzige echte Fluchtweg - aber sie können eben (laut AGB/Satzung) nicht rein.

Sonntag, 2. Oktober 2011

Loonie Update

Vielleicht ist es etwas zu früh, aber wie Steffen in seinem aktuellen Wochen Update so schön sagte:
Trader bewegen sich immer in den Wahrscheinlichkeitsgrenzen und den perfekten Einstieg gibt es fast nie.
Daher gehen wir oftmals bei Trades lieber etwas zu früh, mit einer kleineren Position rein und puffern diese bis zur echten Umkehr, als einen guten Trade ganz zu verpassen.

Ein solcher ist der USDCAD short aktuell bei 1.0498.
Das Pair hat noch eine Menge Luft nach oben, aber im Wochenchart haut er sich grad den Kopp am 200er an und hängt zudem an der 127er Fibo, was eigentlich eine gute Basis für einen Counter (swing) Trade ist.